An die Redaktion des Neuenhagener Echos
Herrn Dirk Nierhaus per Mail
Leserbrief zur Ausgabe vom Mai 2024 Seite 4. Kooperatives Bauen
Sehr subjektive Erinnerung
In seiner Bürgermeisterkolumne „Kooperatives Bauen“ erinnert Bürgermeister Ansgar
Scharnke an den Beginn des Bauprojektes Grundschule am Gruscheweg. Dabei
beklagt er sich über Kritik an seiner Vorgehensweise von Seiten der Fraktionen Die
Linke und SPD. Was ist damals geschehen und welche Auswirkungen hat das bis
heute.
Auf Grund wachsender Schülerzahlen brauchte Neuenhagen eine neue Grundschule
und der Landkreis für die Förderschule in Neuenhagen einen Neubau. Nach langer
Diskussion einigte man sich darauf, beide Schulen gemeinsam am Gruscheweg zu
bauen umso Synergieeffekte bei Anfahrt, Parkplätzen, Sportanlagen etc. nutzen zu
können.
Ein gemeinsamer Architektenwettbewerb wurde durchgeführt. Gemeinsam wurde ein
Sieger gefunden und mit ihm Verträge über weiterführende Planungen
abgeschlossen.
Dann kam die Überraschung. Ohne Debatte in den zuständigen Fachausschüssen
und ohne Diskussion mit dem Landkreis legte Bürgermeister Scharnke eine
Beschlussempfehlung als Tischvorlage vor, deren Inhalt dafür sorgte, dass die
Verträge mit den Architekten gekündigt wurden (mit zusätzlichen Kosten durch
anteilige Vergütungsforderungen des Architekten). Man könne so preiswerter bauen.
Der Landkreis war über diesen Sachverhalt – einhergehend mit einer Planungs- und
Bauverzögerung - nicht sehr erfreut, dass er nun die Förderschule in Altlandsberg
baut. Neuenhagen ging damit eine Investition von über 30 Millionen verloren. Die
vom Bürgermeister genannten Ersparnisse wurden bisher nicht belegt.
Bei der nun geplanten Bebauung der Eisenbahnstraße sehen wir Parallelen. Unserer
Meinung wäre die Planung und der Bau durch einen Investor bereits seit 2023 fertig.
Dies hätte Neuenhagen keinen Cent gekostet. Der Bürgermeister und seine
Verwaltung argumentierten aber gegen eine weitere Zusammenarbeit mit dem
Investor, der bereits den Neubau am Neuenhagener Wochenmarkt in der
Eisenbahnstraße entwickelte. Wir sind zufrieden mit dem Gebäude. Stattdessen lässt
die Gemeinde selbst planen und bauen. Mit dem Ergebnis von über 10 Mio. Kosten
für die Gemeinde und einer voraussichtlichen Fertigstellung im Jahr 2028.
Nico Schulz
Marianne Hitzges
