SPD Hoppegarten/ Neuenhagen

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Weg frei für mehr Gewerbe in Neuenhagen

Neues Gewerbegebiet in Neuenhagen

Die Gemeindevertretung Neuenhagen hat mit großer Mehrheit dem Antrag des Bürgermeisters für ein neues Gewerbegebiet in Neuenhagen zugestimmt.

Die SPD begrüßt diese Entscheidung. Damit wird eine Forderung aus unserem Wahlprogramm zur letzten Kommunalwahl umgesetzt.

Der Antrag des Bürgermeisters kam überraschend. Noch 2018 hatte der Bürgermeister auf Anfrage der SPD-Fraktion ein weiteres Gewerbegebiet abgelehnt (nachzulesen im Protokollauszug weiter unten).

Manche Erkenntnisse brauchen eben länger. Unser Bürgermeister hat dazugelernt. Schön.

 

Wir danken Marianne Hitzges für diese Informationen!

Andrea Timm

6. Mai 2021

 
Aktiv gegen Antisemitismus

Arthur-von-Weinberg-Platz

Im November 2019 hat die Gemeindevertretung Neuenhagen auf Antrag der SPD-Fraktion eine Resolution gegen Antisemitismus verabschiedet. In der Debatte dazu wurde von vielen gefordert, dies reiche nicht und es müsse weitere Aktivitäten dazu geben. Die Fraktionen wurden aufgefordert, hierzu Vorschläge zu machen. Ein Vorschlag der SPD wurde nun von der Gemeinde umgesetzt. Auf dem Arthur-von-Weinberg-Platz steht nun eine Stele.

Die Brüder Arthur und Carl von Weinberg werden 1860 bzw. 1861 in Frankfurt am Main geboren. Durch zahlreiche Entdeckungen und Patente auf dem Gebiet der Herstellung synthetischer Farbstoffe hatten sie sich später – Arthur als Chemiker, Carl als Kaufmann – mit der Firma „Leopold Cassella & Co.“, deren Teilhaber sie waren, große Verdienste erworben. Neben der Arbeit in der Firma verband beide die Leidenschaft für den Galopprennsport. So gründeten sie 1896 ihr bei Frankfurt am Main gelegenes Gestüt „Waldfried“. Mitte des Jahres 1912 kauften sie in Neuenhagen das Grundstück in der Dahlwitzer Straße, um hier den Rennstall des Gestüts „Waldfried“ zu errichten. Dieser wurde 1913 bezogen und avancierte zu den ganz Großen in der Blütezeit des Galopprennsports.
1935 wurden die Brüder von Weinberg trotz ihres Christentums zu Juden, sogenannten „Nichtariern“, eingestuft und waren somit der Verfolgung und Denunzierung schutzlos ausgesetzt. Während Carl 1938 dem Drängen seiner Freunde, Deutschland zu verlassen, nachgab und ins Exil ging, blieb Arthur in Deutschland und zog nach Bayern. Hier wurde er im Juni 1942 durch die SS verhaftet und ins KZ Theresienstadt deportiert. Arthur von Weinberg starb dort am 20.03.1943 geschwächt und unter unwürdigen Bedingungen im Alter von 82 Jahren an den Folgen einer Gallenoperation. Seine Asche wurde bei einer Massenaktion mit anderen Urnen in den Fluss Eger geschüttet. Sein Bruder Carl verstarb eine Woche zuvor am 14.03.1943 in Rom im Exil.
Als bekanntester Jockey für „Waldfried“ gilt Otto Schmidt, der bis 1934 für diesen Stall ritt. Mit 2218 Siegen in seiner bis 1952 andauernden Karriere im Rennsattel, davon 7 Siegen im Deutschen Derby und 14 Championaten, war er der populärste Jockey seiner Zeit und gilt bis heute als einer der erfolgreichsten Jockeys in Deutschland. Auch Walter Genz war an diesem Rennstall erfolgreich, anfangs als Jockey, später als Trainer. 1241 Sieger und fünf Trainerchampionate machten ihn zum erfolgreichsten Trainer in der DDR.

 

Desaster in der Schulpolitik in Neuenhagen

Schulpolitik in Neuenhagen

Neuenhagen als Gemeinde ist in erster Linie für die Grundschulen im Ort zuständig. Wie es damit bestellt ist, symbolisiert am besten ein Bild vom Großzelt, dass seit mehreren Monaten auf dem Schulhof der Schwanenteichschule steht. Alle drei Grundschulen in Neuenhagen sind überfüllt. Dabei ist der Anbau an der Goethe-Grundschule grade fertig gestellt worden, übrigens gegen den Willen von Bürgermeister Scharnke und seiner Fraktion die Parteilosen. Diese waren auch gegen die neue Grundschule am Gruscheweg und haben bis heute den Neubau der zu kleinen Fallada-Grundschule verhindert.

Aber auch auf den Bau von weiterführenden Schulen und Förderschulen, diese liegen in Verantwortung des Kreises, hat die Gemeinde Neuenhagen Einfluss. So hatte der Kreistag beschlossen, das Einsteingymnasium um 300 Plätze durch einen Anbau zu erweitern. Neuenhagen hat dies verhindert, indem sie nicht bereit waren, dem Kreis das dafür notwendige Grundstück zu verkaufen.

Ebenfalls hatte der Landkreis die Absicht, die Förderschule in Neuenhagen durch einen Neubau zu ersetzen. 30 Millionen Euro wollte der Kreis dafür in Neuenhagen investieren. Vorausgesetzt wurde dafür eine gemeinsame Planung mit der neuen Grundschule am Gruscheweg. So sollten Synergieeffekte genutzt werden und für die Gemeinde und den Kreis eine Gewinnsituation entstehen. Ein Architektenwettbewerb wurde auch gemeinsam durchgeführt und ein Gewinner ermittelt. Danach ist Neuenhagen überraschend aus der gemeinsamen Planung ausgestiegen. Die Gemeindevertreter wurden dazu mit einer Tischvorlage konfrontiert. Für den Kreis war damit eine neue Lage entstanden. Er hat nun überlegt, wo die Förderschule am besten gebaut werden könne. Hierfür kamen neben Neuenhagen auch Hoppegarten und Altlandsberg in Frage. In Altlandsberg wird zurzeit eine neue Gesamtschule gebaut. Nun wird dort auch die neue Förderschule des Kreises als gemeinsames Projekt mit der Stadt Altlandsberg entstehen.

Danke Wilfried Düsterhöft

Abschied nach über 30 Jahren

Mit der Sitzung der Gemeindevertretung am 15. April 2021 beendet Wilfried Düsterhöft nach über 30 Jahren seine aktive, ehrenamtliche Tätigkeit in der Gemeindevertretung von Neuenhagen.

In der ersten freien Kommunalwahl nach der Wende 1990 wurde der Sozialdemokrat Wilfried Düsterhöft erstmals als Mitglied in die Gemeindevertretung gewählt. Den Ausweis, den er damals bekam, hat er noch heute.

Seine Tätigkeit begann Wilfried Düsterhöft als Mitglied im Schulausschuss. Später waren seine Schwerpunkte die Ortsentwicklung und der Baubereich. Der Schulentwicklung blieb er aber immer verbunden. So war sein letzter großer Erfolg der Anbau an der Goetheschule, von deren Notwendigkeit er erst die SPD-Fraktion und dann die Mehrheit der Gemeindevertreter überzeugte.

Bis zur letzten Kommunalwahl war Wilfried Düsterhöft immer direkt gewählter Gemeindevertreter für die SPD-Fraktion. Danach stellte er sich als sachkundiger Einwohner für den Schulausschuss zur Verfügung, womit sich der Kreis zu seinem Start in die Kommunalpolitik schloss.

Mit über 30 Jahren Amtszeit ist Wilfried Düsterhöft der Kommunalpolitiker mit der längsten Amtszeit in Neuenhagen. Der aktuelle Fraktionsvorsitzende und stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Nico Schulz dankt ihm dafür ausdrücklich. Er bedauert allerdings auch, dass die SPD-Fraktion und die Gemeindevertretung mit ihm ein „lebendes Archiv“ verlieren könnte. Umso erfreulicher ist es, dass Wilfried Düsterhöft zugesagt hat, auch bei Bedarf in Zukunft mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen.

 

 

Fraktionsvorsitzender
Die SPD-Fraktion im Kreistag MOL fordert die Demokratisierung der Kulturförderung

Die SPD-Fraktion im Kreistag MOL fordert die Demokratisierung der Kulturförderung – zukünftig erfolgt diese durch den Kreistag

Der Kreistag des Landkreises Märkisch Oderland hat auf Antrag der SPD-Fraktion am 14.04.2021 die Evaluierung sowie die Demokratisierung der Kulturförderung im Landkreis beschlossen. Des Weiterem wird dem Bildungsausschuss empfohlen einen entsprechenden Unterausschuss einzurichten, der Überlegungen entwickeln soll,  zukünftig die Mittelvergabe für die Kulturförderung transparenter und demokratischer ausgestaltet werden kann. Geplant ist dann die Vergabe von Fördermitteln zukünftig durch den Kreisausschuss. In einem ersten Schritt soll der dann neu eingesetzte Unterschuss die bisherige durch die Verwaltung erfolgte Förderung evaluieren und wenn notwendig auch neue Förderrichtlinien entwickeln.

Die kreisliche Kulturförderung obliegt dann dem Kreistag, der dann zukünftig die kultur-politischen Schwerpunkte festlegt und steuert.

Zum Beschluss des Kreistages sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Ronny Kelm: 

Die Kulturschaffenden haben aufgrund der Corona-Pandemie sowohl bei der Ausübung ihrer Arbeit als auch wirtschaftlich erheblich gelitten. Wir als demokratisch gewählte Kreistagabgeordnete sind gerade dazu angehalten, die Kulturförderung im Landkreis stärker zu demokratisieren, in dem wir die Mittelvergabe aus der Verwaltung rein in den Kreistag holen und mit anderen demokratischen Parteien die politische Debatte über eine gute und gezielte Kulturförderung führen. Der Kreistag soll auch am Ende über die jeweilige finanzielle Förderung entscheiden, denn das auch das Königsrecht des Parlaments.“