Jürgen Hitzges, Neuenhagen, 26.2.25
Leserbrief an die MOZ zu „Umgestaltung der Nordseite verzögert sich weiter“
Die Umgestaltung der Nordseite am Bahnhof Neuenhagen könnte bereits fertig sein.
Nach jahrelangen Diskussionen gab es ein Konzept, das von der
Gemeindevertretung beschlossen wurde und einen Bauträger, der bereit war, das
Grundstück zu kaufen und das Konzept der Gemeinde auf eigene Kosten zu bauen.
Möglich wurde dies, da sich vier Fraktionen (das sogenannte Frauenquartett) aus
SPD, CDU, Grünen und Linken mit der Verwaltung geeinigt hatten. Es wurde
vereinbart, den Bau in zwei Abschnitte zu unterteilen, um die damaligen Mieter und
Nutzer zu schützen.
Den ersten Bauabschnitt hat der Investor im Zeitplan umgesetzt. Es ist der
Gebäudeteil, in dem u.a. der Drogeriemarkt ist. Auch der Marktplatz, der weiterhin im
Besitz der Gemeinde ist, wurde vom Investor auf eigene Kosten gestaltet. Mit dem
Investor wurde vereinbart, dass dieser nach Abschluss der ersten Bauphase auch
den zweiten Bauabschnitt nach den Vorstellungen der Gemeinde baut. Dies war
notwendig, da der zweite Bauabschnitt wesentlich unattraktiver als der erste ist.
Der Investor hat gemäß der Vereinbarung seine Pläne vorgelegt. Mittlerweile gab es
aber mit Herrn Scharnke einen neuen Bürgermeister. Dieser hat die Pläne des
Investors der Gemeindevertretung nicht vorgelegt, sondern diesem den Stuhl vor die
Tür gestellt. Stattdessen hat er einen Beschluss durch die Gemeindevertretung
fassen lassen, das Grundstück nicht zu verkaufen, sondern selbst zu bebauen.
Hierfür sollen über 10 Millionen Euro ausgegeben werden. Der Bau soll sich bis 2028
hinziehen.
Ergebnis: Ohne Herrn Scharnke wäre die Umgestaltung der Nordseite bereits
erledigt und hatte der Gemeinde keinen Cent gekostet. Nun hat die Gemeinde
riesige Kosten und eine ungewisse Zeitplanung.
