SPD Hoppegarten/ Neuenhagen

Tafel
Ostern bei der Wriezener Tafel

Neues Team bei der Wriezener Tafel: Die MAE-Kräfte Katrin Masche und Hendrik Sternekieker sorgen für die gerechte Verteilung der Ware. © MOZ/INGA DREYER

MOZ vom 20.04.2014

Ostern bei der Wriezener Tafel

Wriezen (MOZ) Christliche Feiertage wie Ostern und Weihnachten sind für viele Menschen Anlass, sich Gedanken über diejenigen zu machen, die weniger haben als sie. Doch auch den Rest des Jahres über gibt es Orte wie die Tafel, die Ärmere im täglichen Leben unterstützen.

Im Flur, im Warteraum, vor der Tür: Dicht an dicht stehen Menschen und warten darauf, dass ihre Nummer aufgerufen wird. Jeden Freitag ab zehn Uhr werden bei der Wriezener Tafel Lebensmittelkisten ausgegeben. Wer zuerst bedient wird, entscheidet der Zufall. Jeder Kunde zieht ein Los mit einer Nummer. Je nach Haushaltsgröße gibt es große und kleine Kisten. Für die große wird ein Obolus von vier Euro gezahlt, für die kleine zwei.

Für viele Menschen ist der Gang zur Tafel nicht leicht. Von seinen Bekannten wisse keiner, wo er freitags hingeht, erzählt ein Mann mittleren Alters im Warteraum. "Wenn man sagt, man geht zur Tafel, wird man angeguckt wie ein Außerirdischer."

Es ist eine zwiespältige Sache mit der Tafel. Einerseits freuen sich Bedürftige über die Möglichkeit, an günstige Lebensmittel zu kommen. Andererseits bestärkt der wöchentliche Gang viele in dem Gefühl, am untersten Rand der Gesellschaft angekommen zu sein. Was hier nicht mehr verwendet wird, bekommen die Tiere im Wildgehege. Die Lebensmittel seien manchmal kaum mehr genießbar, kritisiert ein Mann und fragt: "Wissen Sie, wie ich mich dadurch fühle?" Der Standort an der Frankfurter Straße sei jedoch angenehmer als der frühere beim Rathaus, erzählen die Wartenden. Seit 2012 ist die Ausgabe gegenüber der Sparkasse in einem nicht einsehbaren Hof untergebracht. "Ich gehe nur hierhin, weil es anonym ist", erzählt eine Frau. Als die Strausberger Tafel, die auch den Standort Wriezen betreibt, vor zwei Jahren keine neuen Räume fand, sah es kurzzeitig so aus, als ob sie schließen müsse. Letztendlich aber stellte die Hageba die neuen Räume kostenlos zur Verfügung.

An diesem Freitag bekommen die Tafel-Nutzer zusätzlich zu ihrer Kiste mit Brot, Gemüse und anderen Lebensmitteln eine Packung frische Eier. Eine Spende der Wriezener SPD, die vor den Kommunalwahlen die Werbetrommel rührt. Die Fraktionsvorsitzende Jutta Werbelow und Monika Blum, ebenfalls Kandidatin für die Stadtverordnetenversammlung und derzeit sachkundige Einwohnerin im Bildungsausschuss, helfen mit beim Einpacken der Waren. Jedes Kind bekam eine Tüte mit Schokolade dazu. Jutta Werbelow erinnert die Tafel-Besucher an die Kommunalwahlen und bittet alle, ihre Stimme abzugeben.

 

Rollregner
Florierende Wirtschaft statt Schuldenberg

Nicht romantisch, aber nützlich: Wriezener Stadtpolitiker wollen versuchen, mehr Gewerbetreibende in die Stadt zu locken. © MOZ/INGA DREYER

MOZ vom 13.02.2014

Florierende Wirtschaft statt Schuldenberg

Wriezen (MOZ) Eine Stadtkasse ohne Schulden - das erträumen sich etliche Kommunen.

Als Ausweg setzen viele auf eine florierende Wirtschaft. Wie man die ankurbeln könnte, indem man mehr Unternehmen in die Stadt lockt, wird derzeit in Wriezen diskutiert.

Der Ausgangspunkt seiner Überlegungen seien seine Kinder gewesen, erzählt Wolfgang Skor. Seit langem macht sich der Ingenieur und SPD-Ortsvereinsvorsitzende Gedanken um die Frage, wie eine Stadt wie Wriezen fit gemacht werden kann für die Zukunft. Als seine zwei Kinder sagten, sie sähen vor Ort keine Perspektive, war das für ihn ein Signal dafür, dass sich etwas ändern muss.

Wriezen hätte sich zu lange auf Schlüsselzuweisungen verlassen. "Ich will von meiner Arbeit leben können. Und so ist das in einer Stadt auch", betont der Geschäftsführer des Technischen Büros für Wasserwirtschaft und Landeskultur in Bad Freienwalde.

Mit "eigener Arbeit" meint er eigene Geldquellen. Das sind in einer Kommune vor allem Gewerbesteuern.

Wenn man aber im Internet nach Gewerbegrundstücken in der Region Wriezen suche, finde man nichts, berichtet Wolfgang Skor und zeigt die ausgedruckte Ergebnisliste eines Online-Immobilienportals: Der am nächsten liegende Treffer ist in Neutrebbin.

Die Ansiedlung von Unternehmen aber ist seiner Meinung nach der Schlüssel zu einer langfristigen Entschuldung der Stadt. Wriezen hat momentan rund 5,5 Millionen Euro Schulden. Das sind rund 731 Euro pro Einwohner. Die Stadtverordneten erwägen, 2014 nach einigen Jahren Pause wieder 300.000 Euro neue Schulden aufnehmen, weil so viel Investitionsbedarf da ist.

"Es reicht nicht zu reagieren, sondern zu agieren", mahnt Skor. Schon vor Weihnachten hatte er in der Stadtverordnetenversammlung einen Vortrag über das Thema Gewerbeansiedlung gehalten und ist damit auf offene Ohren gestoßen. Denn, so betont der Wriezener: Hier gehe es nicht um Wahlkampf, sondern um ein Thema, bei dem alle zusammenarbeiten müssten.

Die SPD-Fraktion hat einen Fahrplan entworfen, um mehr Gewerbetreibende nach Wriezen zu locken. In der ersten Phase sollen laut dieses Vorschlags alle ungenutzten, brachliegenden Flächen in Wriezen und Umgebung erfasst werden. Die Stadtverwaltung soll die Eigentümer kontaktieren und sie über den Plan informieren, die Flächen gemeinsam zu entwickeln. In der zweiten Phase sollen die Flächen beworben werden - unter anderem auf den Internetseiten des Landkreises und der Stadt. Die Verwaltung so die Idee, solle prüfen, welche Art von Nutzung an welchen Standorten möglich wäre. In der dritten Phase geht es darum, die Wriezener für die Thematik zu sensibilisieren. "Die Bürger sollen von vornherein eingebunden werden", sagt Wolfgang Skor. Auch sei es wichtig, mit angrenzenden Kommunen wie dem Amt Barnim-Oderbruch zu kooperieren und auszuloten, wie man sich gemeinsam vermarkten könnte. Die SPD-Fraktion schlägt außerdem vor, bei der Stadt einen festen Ansprechpartner für Investoren festzulegen. Dieser soll einen Überblick über alle in Frage kommenden Flächen haben und Interessenten beraten.

SPD will mehr Gewerbe ansiedeln

MOZ vom 19.02.2014

SPD will mehr Gewerbe ansiedeln

Wriezen (chs) Die Sozialdemokraten aus Wriezen wollen mit einem Vier-Punkte-Programm die Ansiedlung von Gewerbe in der Oderstadt optimieren. So sollen alle Eigentümer brachliegender Flächen, die für die Nutzung als Gewerbefläche ausgewiesen sind, von der Stadtverwaltung kontaktiert und Möglichkeiten einer gemeinsamen Entwicklung der Areale ausgelotet werden. Weiterhin sieht der Plan vor, in der Stadtverwaltung einen verantwortlichen Mitarbeiter zu benennen, der potenzielle Investoren von der Kontaktaufnahme bis zur Umsetzung von Ideen begleitet.

Die Pläne der SPD-Fraktion stehen in der kommenden Woche zur Abstimmung in der Stadtverordnetenversammlung. Weitere Themen der Sitzung sind unter anderem die Haushaltssatzung sowie ordnungsbehördliche Verordnungen über die Ladenöffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen und über die Ausnahmen vom Verbot der Störung der Nachtruhe. Vor der politischen Auseinandersetzung zu den einzelnen Tagesordnungspunkten wird sich das Stadtparlament offiziell von Regina Müller verabschieden, die nach jahrelanger Tätigkeit ihr Amt als Wahlleiterin der Stadt Wriezen aufgibt. Die Stadtverordnetenversammlung beginnt am 27. Januar um 19 Uhr im Rathaus Wriezen.

Jugendtreff in der Oldie-Bar

MOZ vom 09.04.2014

Jugendtreff in der Oldie-Bar

Wriezen (MOZ) Ein Raum, in dem Ideen verwirklicht werden können - in vielen Orten fehlt so etwas. Deswegen möchte die Wriezener Familie Stumpe ungenutzten Platz anbieten: für Kurse, zum Treffen, Feiern, Sportmachen oder einfach nur Abhängen.

Das Bild einer leichtbekleideten Frau mit Gitarre prangt über der Eingangstür, "Oldie-Bar" steht in roten Lettern daneben. In dem langgezogenen Gebäude im Gewerbegebiet an der Freienwalder Straße wurde schon viel gefeiert. Besonders während der jährlichen Koyenuma Beachvolleyball Masters des TKC Wriezen.

Statt Oldies könnten hier demnächst aber auch Youngsters ein- und ausgehen. Und das regelmäßig. Eine Art Jugendcafé könnte hier entstehen, erzählt Ulf-Michael Stumpe, TKC-Vorsitzender und Stadtverordneter. Im Jahr 2009 sind er und seine Mutter mit ihrer Tierarztpraxis in den vorderen Teil des Gebäudes gezogen. Ganz hinten wird gerade ein neuer Büroraum für den Wriezener Sportverein TKC eingerichtet. Die Tischtennishalle, wo der Verein zuvor seinen Sitz hatte, ist gerade verkauft worden. "Der bauliche Zustand war einfach zu schlecht", erklärt Ulf-Michael Stumpe.

Zwischen neuem Vereinssitz und Tierarztpraxis liegt die "Oldie-Bar". Ein Raum, der viele Möglichkeiten bietet. Und die sollen genutzt werden, finden Mutter und Sohn. Ulf-Michael Stumpe hat viele Ideen, was hier passieren könnte: Seniorensport, Krabbelgruppen, Jugendtreff.

Das alles aber seien bloß Ideen, betont er. Was davon Wirklichkeit wird, will er anderen überlassen. "Hier können Leute machen, was ihnen selber Spaß macht", erklärt er.

Ob Trommelkurs oder Malzirkel - es gebe viele, die einen Raum brauchen, aber sich vielleicht nur einmal in der Woche treffen. Einen eigenen Raum zu mieten lohne sich da nicht, meint Stumpe. Genau diese Leute will er ansprechen.

Der Saal soll als offener Ort zur Verfügung stehen. Geld wollen weder Verein noch Familie damit verdienen, sagt Ulf-Michael Stumpe. Lediglich eine Beteiligung an den Nebenkosten sei gewünscht.

Die Idee, einen Jugendtreff zu schaffen, hatte Robert Masche, der wie Ulf-Michael Stumpe im Mai auf der Liste der SPD als Kandidat für die Stadtverordnetenversammlung in Wriezen antritt. "Wir müssen etwas finden, was länger aufhat als bis sechs oder sieben Uhr", sagt Robert Masche, der dich als jüngster SPD-Kandidat besonders für die Belange der Jugendlichen einsetzen will. Junge Leute bräuchten einen Ort, an dem sie sich abends aufhalten können. "Damit sie nicht an der Tankstelle rumhängen müssen", sagt der Anfang 20-Jährige, der sich in Haselberg als Löschgruppenführer engagiert. Auch Gaststätten seien kein gutes Umfeld für Jugendliche. Was in Wriezen fehle, sei ein Rückzugsort, an dem junge Menschen auch mal unter sich sein und in Ruhe quatschen können. Er sei jederzeit ansprechbar für Ideen, betont Robert Masche. "Ich bin mit offenem Ohr da."

 

Team Kommunalwahl 2014
SPD stellt Kandidaten vor

MOZ vom 20.04.2014

SPD stellt Kandidaten vor

Wriezen (id) Mit einem Mix aus erfahrenen Stadtpolitikern und Neueinsteigern tritt die Wriezener SPD bei den Kommunalwahlen am 25. Mai an. Unter den 15 Kandidaten auf der Liste befinden sich die aktuellen SPD-Stadtverordneten - aber auch neu gewonnene Mitstreiter. "Wir haben und Leute gesucht, die etwas bewegen wollen und zu uns passen", erzählt der Ortsverbandsvorsitzende Wolfgang Skor zufrieden.

Wichtig ist der Partei, viele Frauen und junge Menschen an Bord zu holen und auch Jugendliche mit dem Programm anzusprechen. "Wir wollen gemischt antreten", unterstreicht Jutta Werbelow, Fraktionsvorsitzende und Ortsvorsteherin von Eichwerder. Das scheint zu funktionieren. Jüngster im Bund ist der 22-Jährige Robert Masche, Löschgruppenführer der Freiwilligen Feuerwehr Haselberg.

Auf dem ersten Platz der Kandidatenliste steht die Bauingenieurin Jutta Werbelow, gefolgt von Diplomingenieur Wolfgang Skor, der den Wriezener Bauausschuss seit zwei Legislaturperioden als sachkundiger Einwohner unterstützt. Die Stadtverordnete und Tierärztin Karla Stumpe und ihr Sohn Ulf-Michael Stumpe, ebenfalls Tierarzt und Stadtverordneter, nehmen Platz drei und vier ein.

Auf Platz fünf findet sich ein Neuzugang: Sabine Heymann, die Leiterin der Wriezener DRK-Kita. Nummer sechs ist ein alter Hase des Politikbetriebs: Friedhelm Zapf aus Frankenfelde, ehemaliger Landrat von Freienwalde und pensionierter Lehrer.

Auch Stephanie Zins, die die Schafwollmanufaktur Dornröschen in Lüdersdorf betreibt, unterstützt die SPD als Kandidatin. Der Stadtverordnete und Fahrlehrer Gerhard Dewitz tritt wieder an. Ihm folgt der Augenoptiker Matthias Düntzsch aus Eichwerder auf Platz 9 der Liste. Kandidat Nummer 10 ist Robert Masche, der eine Ausbildung zum Straßenwärter macht.

Danach folgen der selbstständige Kanalbauer Torsten Kindler und der Ausbilder Gunnar Schulz. Nummer 13 ist der Dachdecker und Kaufmann für Bürokommunikation Ronny Barth. Auch die Rentnerin Monika Blum, sachkundiger Einwohnerin im Bildungsausschuss, hat sich als Kandidatin aufstellen lassen. Ebenso der Angestellte Burkhard Göring, sachkundiger Einwohner im Gosult.