SPD Hoppegarten/ Neuenhagen

Mehr Stellen – bessere Verwaltung?
Im Oktober setzte Bürgermeister Dr. Klett bei den Gemeindevertretern zusätzliche 5 Stellen für seine Verwaltung durch. Die Mehrkosten betragen knapp 200.000 € pro Jahr. Geld dafür habe er nicht, erklärte Dr. Klett. Bislang hat unsere Gemeindeverwaltung 125 Stellen (Stand 2011), davon knapp 50 in der Kernverwaltung, also dem „Rathaus“. Die anderen sind in Kitas, Horten, Bibliothek, Bauhof etc. beschäftigt. Auf Nachhaken der SPD benannte Dr. Klett seine Prioritäten: 1) Einstellung eines Mitarbeiters zur Vereinheitlichung der Computernetzwerke der Schulen 2) Freistellung der Kitaleiterinnen von der Kinderbetreuung, um die steigende Verwaltungsarbeit leisten zu können 3) Einstellung eines dritten Sozialpädagogen für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen Obwohl Dr. Klett noch vor ein paar Monaten für eine „interkommunale Bibliothek“ mit mindestens 2 Bibliothekaren aus Fredersdorf-Vogelsdorf geworben hatte übernahm er jetzt den Antrag des Hauptausschusses, dass unsere Bibliothek nur 1 ½ Bibliothekare brauche. Und dazu soll die Bibliothek jetzt auch noch die 2 separaten Schulbibliotheken mitbetreuen. Der SPD-Antrag zur Erhöhung auf 2 Bibliothekare fand keine Mehrheit. Zur Finanzierung dieser zusätzlichen Stellen gab es verschiedene Meinungen. Wir laden Sie ein: Welche der nachfolgenden Ansichten verdient aus Ihrer Sicht den Vorzug?
  • Die einen sagten: Die meisten Stellen betreffen eine bessere Ausstattung im Kita- und Schulbereich. Daher sei es legitim, wenn die Eltern die Mehrkosten zuminest teilweise mittragen.
  • Andere meinten: Die Familien haben schon genug Lasten zu tragen. Diese Kosten müssen alle Gemeindebürger gleichmäßig mittragen, z.B. über eine Erhöhung der Grundsteuer.
  • Die dritten sagten: Zunächst einmal ist der Bürgermeister in der Pflicht. Er kann nicht nur immer nur neue Stellen fordern, sondern muss sich auch die Frage gefallen lassen, wo er in seiner Verwaltung Bürokratie abbauen und Kosten einsparen kann. Immerhin werden in Berlin gerade 1500 Stellen auf kommunaler Ebene gestrichen.
Die Mehrheit in der Gemeindevertretung entschied sich für die dritte Alternative. Wird mit diesen zusätzlichen Stellen aber auch die Verwaltung besser? Werden insbesondere zukünftig von der Verwaltung die Entwässerungsgräben unserer Gemeinde regelmäßig kontrolliert? Und wird im nächsten Jahr alsbald ein gemeindlicher Sozialarbeiter schlichten, wenn es zu Streitigkeiten zwischen Jugendlichen, die mal im Grünen feiern wollen, und genervten Anwohnern kommt? Volker Heiermann Nachtrag: Und obwohl Dr. Klett mittlerweile einräumte, dass ihm für die nächsten 2 Jahre Beträge im sechs- bis siebenstelligen Bereich im Haushalt fehlen legte er im Wirtschafts- und Finanzausschuss vom November 2012 noch nach: Jetzt plant er, zusätzlich 2 weitere Stellen zu schaffen, um neben dem Rechnungsprüfungsamt des Landkreises ein eigenes für die Nachbargemeinden zu schaffen, das angeblich besser arbeiten soll. Die Kosten für die beiden Arbeitsplätze sollen pro Jahr weitere 147.200 € betragen. ... aber die Bürger haben ihn ja zum Bürgermeister gewählt.....
Arbeitsauftrag an den Bürgermeister in Sachen Schichtenwasser
In unserer Gemeinde stehen immer wieder Häuser und Grundstücke unter Wasser. Denn bei uns liegen nur wenige Meter unter der Erdoberfläche wasserundurchlässige Bodenschichten. Regenwasser versickert daher oft kaum, sondern staut sich 1-3 m unter der Erdoberfläche. Dadurch gibt es Probleme z.B. bei tagelangem Dauerregen. Dann kann das Wasser durch die angelegten Vorfluter-Gräben nicht mehr schnell genug abfließen. Es staut sich zurück und steigt dadurch höher als die Kellersohle der Häuser ist. Am 20.09.12 erläuterte Professor Borutzki als Vertreter der Arbeitsgruppe Oberflächenwasser den Gemeindevertretern Aufgabe und Zustand des gemeindlichen Grabensystems. Er wies darauf hin, dass die Gemeinde dringend handeln muss. Die Vorschläge der Arbeitsgruppe wurden von Frau Dinc (DIE LINKE) in die Gemeindevertretung eingebracht und von Herrn Heiermann (SPD) um Terminvorgaben und mehr Bürgerinformation ergänzt. „Aus diesen Erkenntnissen müssen diesmal auch Taten der Verwaltung folgen und nicht wie 2008 im Grünen Dreieck bloße Versprechungen“, forderte Herr Heiermann. Das dann mit großer Mehrheit beschlossene Handlungskonzept fordert vom Bürgermeister:
  • Ende 2012: Im Haushaltsplan 2013/14 hat der Bürgermeister zusätzliche Mittel für die vom Wasserverband gepflegten Gräben, aber auch für die von diesem nicht betreuten kleineren Gräben, gemäß einem aufzustellenden Wartungs-, Pflege- und Unterhaltungsplan einzuplanen;
  • Frühjahr 2013: Der Bürgermeister hat den Entwurf einer Satzung zur Sicherstellung der Ordnung und Sauberkeit des öffentlichen Grüns und der Grabensysteme den Bürgern zur Diskussion vorzustellen und im Mai 2013 der Gemeindevertretung zur Beschlussfassung vorzulegen;
  • Spätestens 30.6.2013: Der Bürgermeister hat einen langfristigen, jährlich fortzuschreibenden Investitionsplan zum Ausbau des Grabensystems vorzulegen;
  • Spätestens September 2013: Der Bürgermeister hat all dies zusammen mit leicht lesbaren Plänen zur Funktion unseres Grabensystems in einer Veröffentlichung allen Bürgern bekannt zu geben.
Dr. Klett meinte, er werde höchstwahrscheinlich eine Sonderbeilage zum Ortsblatt heraus geben. Reinhard Sept SPD-Fraktion Grabeninstandsetzung Verdrießstraße Nov 12
Antwortschreiben der Minister Markov und Vogelsänger zur Landesstraße 30 eingetroffen

Auf unsere Schreiben erhielten wir die in der Anlage beigefügten Antworten.

Anlage: Die Antworten der 2 Minister

Persönliche Anmerkung:

Enttäuschend ist die Antwort des Finanzministers. Es ist mehr als einfach nur schlechter Stil, wenn er die ausdrücklich an ihn gestellten Fragen mit einer rhetorischen Floskel („Ihr Einverständnis unterstellend“) schlicht nicht beantwortet.

Dabei hätte er dies gar nicht nötig gehabt. Er hätte nur auf die Prioritätensetzung der Rot-Roten-Landesregierung verweisen müssen. Gespart werden soll keinesfalls an den Ausgaben für Bildung und Wissenschaft.

Damit muss notgedrungen der Straßenausbau umso mehr einsparen. Hiergegen hat nicht nur einstimmig der Kreistag Märkisch-Oderland protestiert, sondern auch zahlreiche Bürger. Geholfen hat es indes nichts.

Im Ministerium ist man sich immerhin bewusst, dass Fredersdorf-Vogelsdorf mit seiner L 30 bei dieser Einspardiskussion eine Sonderrolle einnimmt. Denn bei uns wurden bereits Hunderttausende in die Planung investiert und diese Planung ist weit fortgeschritten. Diese Botschaft ist angekommen. Nun wird immerhin erst einmal diese Planung zu Ende geführt.

Und wenn unser Bürgermeister vielleicht demnächst unter 4 Augen mit seinem Parteikollegen Markov über die Verwendung der ungeplanten Mehreinnahmen redet - vielleicht geht dann doch noch was. Denn wie schreibt Herr Vogelsänger: "So kann kurzfristig reagiert werden, fallssich die finanziellen Rahmenbedingungen wieder verbessern..."

Volker Heiermann

Aus Verantwortung für das ganze Land

Zur Volksinitiative zum Nachtflugverbot erklären die Vorsitzenden der Koalitionsfraktionen, Ralf Holzschuher (SPD) und Christian Görke (Die LINKE):

„Die Koalitionsfraktionen nehmen mit Respekt zur Kenntnis, dass die für die Volksinitiative erforderliche Zahl der Unterschriften erstmals in Brandenburg erreicht wurde. Die Koalitionsfraktionen bewerten das große Engagement der Bürgerinnen und Bürger sehr positiv. Das ist gelebte Demokratie. Es war richtig, dass Rot-Rot die Zugangsbedingungen für Volksbegehren verbessert hat.

SPD Bürger-Dialog „Was muss in Deutschland besser werden”

Seit September haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit unkompliziert ihre Anregungen und Meinungen beim SPD Bürger-Dialog zu äußern.
Nehmen sie die Gelegenheit noch bis zum 10.12.2012 wahr, um IHRE Wünsche in die Politik einfließen zu lassen.

Per Telefon (030) 25991-500 - Mo.- Fr. 8 bis 20 Uhr -Sa.- So. 12 bis 18 Uhr,
im Internet: www.spd.de
oder auf den Dialog-Karten, die sie auch beim SPD OV erhalten.
Porto zahlt der Empfänger.