SPD Hoppegarten/ Neuenhagen

Resümee zum Kanzlerduell

Wir brauchen eine starke Wirtschaft

 

Für mich waren die Unterschiede in der Wirtschaftspolitik am wichtigsten und auch am deutlichsten.

Bei den CDU-Plänen würden die Steuereinnahmen nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsförderung um 111 Milliarden Euro sinken. Die Höhe bezweifelte Friedrich Merz zwar, bestätigte aber sehr hohe Mindereinnahmen. Steuersenkungen für die Wirtschaft von über 30% auf 25% sollen ein Wirtschaftswachstum fördern und dieses Defizit ausgleichen. Ein derart großes industrielles Wirtschaftswachstum bei hohen amerikanischen Zöllen bleibt sehr fraglich. Amerika ist unserer größter Handelspartner.

Auf die Bemerkung von Olaf Scholz, dass die Reichen um 20 Milliarden entlastet werden sollen, gab es von Herrn Merz nur einen bedenklichen Gesichtsausdruck.

Ohne starke Wirtschaft gibt es keine ausreichende soziale Sicherheit.

Die CDU-Pläne gefährden beides. Nur die Top-Verdiener profitieren.

 

Migrationspolitik emotional aufgeladen

 

Hier sind die Unterschiede geringer, als von den meisten gefühlt. Im Ziel besteht große Übereinstimmung. Irreguläre Migration muss gestoppt werden. Die EU hat sich 2024 nach jahrelangen Verhandlungen auf gemeinsames Handeln geeinigt. Jetzt muss es umgesetzt werden. Ein deutscher Alleingang jetzt könnte diesen großen europäischen Erfolg gefährden.

Es gab einen von allen verurteilter Mord an einem kleinen Kind und einem Helfer in Aschaffenburg. Das Gewissen von Herrn Merz lässt ihn handeln. Er bringt einen umstrittenen Gesetzesentwurf in den Bundestag ein und scheitert.

SPD und CDU sind sich einig, es muss Konsequenzen geben.

Mir kam in den Sinn: Wie viele Tote muss es zum Beispiel noch auf deutschen Autobahnen geben, bevor gehandelt wird?

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung würde Menschenleben retten.

 

Unterstützung für die Ukraine

 

Auch hier scheinen die Unterschiede eher gering. Eine weitere Unterstützung der Ukraine in zivilen wie in militärischen Bereichen ist unstrittig. 

Für die Finanzierung würde die SPD auch die Schuldenbremse anpassen. 

Bei der CDU bleibt das nach Aussage von Herrn Merz fraglich. Erst kämen Einschnitte in sozialen Bereichen.

Den Einsatz deutscher Marschflugkörper vom Typ Taurus lehnt Olaf Scholz ab. Die Gefahr einer Eskalation mit noch schwerwiegenderen Folgen für Deutschland ist jedenfalls unübersehbar.

Also doch zwei Unterschiede mit erheblichen Konsequenzen für uns in Deutschland.

 

Bernhard Sept

Vorsitzender OV Fredersdorf-Vogelsdorf

 

 

 

 

Mit Simona Koß unterwegs

 

 

Heute waren wir Mitglieder unseres Ortsvereins besonders gerne mit Wahlwerbung im Ort unterwegs. 

 

Unsere Direktkandidatin Simona Koß war mit dabei. 

 

Das kam natürlich gut an, wenn wir sagen konnten: 

"Sie können auch direkt mit ihr sprechen, da steht sie." 

Es macht einen Unterschied, über sie zu sprechen oder mit ihr persönlich.

 

 

Am Donnerstag wird sie wieder bei uns im Ort sein. Wir freuen uns darauf.

Haltung zeigen

200.000 demonstrierten gestern am 2.2. in Berlin-

friedlich, solidarisch.

Mitglieder der SPD aus Fredersdorf-Vogelsdorf

waren dabei.

Unterwegs gab es Gelegenheit zu guten Gesprächen

mit Menschen unterschiedlicher Herkunft oder

verschiedener politischer Ansicht.

 

Für eine Brandmauer gegen Rechtsradikale

stehen wir gemeinsam zusammen.

 

An der Siegessäule war für unsere Gruppe Schluss.

Der Platz vor der CDU-Zentrale und

die Straße dorthin waren überfüllt. Wie schön!!!

 

Wie sicher diese Brandmauer hält,

entscheiden die Wahlen am 23. Februar.

Der neue Vorstand für MOL ist gewählt

Wir haben gewählt!

Bericht vom Parteitag des Unterbezirkes MOL in Trebnitz

Am vergangenen Sonnabend, 25. Januar 2025, trafen sich Mitglieder aus MOL in der Feldsteinscheune des Bildungs- und Begegnungszentrums in Trebnitz, um einen neuen Vorstand des Unterbezirks MOL zu wählen.

Zu Beginn der Tagung wurde entsprechend unserer neuen Satzung darüber abgestimmt, ob der Unterbezirk künftig von einer Doppelspitze oder einer Einzelperson geführt werden soll. Mit sehr großer Mehrheit wurde eine einfache Spitze beschlossen, so wie der bisherige Vorstand es auch vorgeschlagen hatte. Simona Koss würde erneut kandidieren – dass sie von den Anwesenden im Verlaufe der Veranstaltung auch gewählt wurde – möchte ich hier vorwegnehmen.

Wie bei so einem Höhepunkt des Parteilebens auf Kreisebene üblich, gab es Grußworte und Dank für die geleistete Arbeit. Unser Landrat, Gernot Schmidt,

Gernot Schmidt am Rednerpult

und der amtierende Generalsekretär der SPD-Brandenburg, Kurt Fischer,

Kurt Fischer am Rednerpult

sprachen zu den Anwesenden. Beide Gäste dankten insbesondere der bisherigen Vorsitzenden Simona Koss für Ihre Arbeit und sprachen dabei die Hoffnung aus, dass sie auch weiterhin dem Deutschen Bundestag angehören werde.

Simona legte Rechenschaft ab über die geleistete Arbeit im Unterbezirk und zeigte auch die Schwächen auf, die es zu verbessern gilt. Insbesondere die geplante Arbeit in den Arbeitsgruppen sei nicht ausreichend gelungen. Dennoch haben wir bei den Kommunalwahlen gute Ergebnisse erzielt, worauf wir stolz sein können.

Die Finanzen des Unterbezirks wurden von den Revisoren geprüft – alles hatte seine Richtigkeit.

Der Vorstand konnte entlastet werden.

Nachfolgend wurde es dann etwas förmlicher, denn Wahlen haben feste Regeln und diese führen eben zu Formalien und Abläufen, die für diejenigen, die solche Veranstaltungen noch nicht oft besucht haben, durchaus etwas verstaubt anmuten können. Aber nichts ist schlimmer, als wenn Wahlen aus formalen Gründen ungültig sind und wiederholt werden müssen.

Simona Koss wurde als Vorsitzende wiedergewählt. Sie hat das Vertrauen der Genossinnen und Genossen mit übergroßer Mehrheit wieder erhalten. Herzlichen Glückwunsch!

Simona und Kurt

Bei der Wahl der StellvertreterInnen gab es vor Ort zu den gemeldeten Kandidaturen von Sina Schönbrunn und Raik Baugatz eine neue Bewerbung von Ramona Koch-Fiebrantz, die bisher auch dem Vorstand als Beisitzerin angehörte und sich hier im Bereich Social-Media engagierte. Ramona stellte sich in einer bewegenden Rede vor, und ihre Kandidatur wurde auch in einem vorbereiteten Redebeitrag von Carla Bork, der OV-Vorsitzenden Strausberg, unterstützt. Ramona wurde zwar nicht gewählt, erhielt aber eine nicht geringe Anzahl von Stimmen, 14 an der Zahl.

Sina Schönbrunn, Simona Koss, Raik Baugatz

Als Schriftführer wurde Thorsten Kinne gewählt, als Schatzmeisterin Sabine Gärtner.

Dem Vorstand des Unterbezirks gehören 10 BeisitzerInnen an. Es gab 11 KandidatInnen,

Raik Baugatz, Andrea Timm

die sich auch den Anwesenden kurz vorstellten - klar war, eine KandidatIn würde nicht gewählt werden. Die Stimmen verteilten sich zwischen 30 und 21 „Ja“ Stimmen – und der letzte gewählte Kandidat hatte 23 Stimmen. Ramona Koch-Fiebrantz, die in der Zählkommission war und den Anwesenden den ganzen langen Parteitag über die Ergebnisse verkündete, hat es selbst leider ganz knapp nicht erneut in den Vorstand geschafft. An dieser Stelle Danke an Ramona für die geleistete Arbeit und auch für die Mitarbeit in der Zählkommission.

Neu in den Vorstand gewählt wurde u.a. erstmalig Christiane Fälker, die seit einem Jahr Fachbereichsleiterin im Landkreis MOL ist. Sie stellte sich den Anwesenden vor und begründete ihre Kandidatur damit, sich nun auch in der SPD auf Kreisebene einbringen zu wollen und versprach eine enge Verbindung zum Landratsamt. Damit sind nun mit Claudia Zinke,

Claudia Zinke

die auch auf Anhieb neu in den Vorstand gewählt wurde, und Andrea Timm, in dritter Wahlperiode im Vorstand, drei Mitglieder unseres Ortsvereines im Vorstand des Unterbezirkes. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit – natürlich auch im Ortsverein.

Mit Dank aus dem Vorstand verabschiedet wurde Maximilian Schulze, der nach Berlin umzieht und sich künftig dort engagieren wird.

 

 

Und das ist neue Vorstand:

Vorsitzende               Simona Koss              (OV Wriezen) 

StellvertreterInnen   Sina Schönbrunn       (OV Lebuser Land)

                                   Raik Baugatz              (OV Petershagen/Eggersdorf)

Schriftführer             Thorsten Kinne           (OV Neuhardenberg)

Schatzmeisterin        Sabrina Janik             (OV Strausberg)

10 BeisitzerInnen      Christiane Fälker        (OV Hoppegarten/Neuenhagen)

                                   Sabine Gärtner           (OV Wriezen)

                                   Ulrich Jung                 (OV Lebuser Land)

                                   Michael Karasjew       (OV Fredersdorf-Vogelsdorf)

                                   André Lossin              (OV Petershagen/Eggersdorf)

                                   Syman Nicklas           (OV Petershagen/Eggersdorf)

                                   Alexander Rau           (OV Rüdersdorf)

                                   Andrea Timm              (OV Hoppegarten/Neuenhagen)

                                   Dennis Wendt             (OV Letschin)

                                   Claudia Zinke             (OV Hoppegarten/Neuenhagen)

Revisoren:                Elke Behrendt             (OV Märkische Schweiz)

                                   Michael Meder            (OV Hoppegarten/Neuenhagen)

                                   Marlies Zachert           (OV Lebuser Land)

Der neue Vorstand

Nachfolgend wurden noch die Mitglieder des Unterbezirkes MOL für folgende Gremien gewählt: Schiedskommission, Landesausschuss, Landesvorstand.

Für Landesparteitage wurden 6 Delegierte für 2 Jahre gewählt. Aus unserem Ortsverein hatte sich trotz der vorherigen Umfrage leider niemand als Delegierter beworben. Vor Ort haben wir Michael Meder als Delegierten nominiert. Er erreichte leider nicht die nötige Zahl Stimmen und ist nun Ersatzdelegierter. Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass bei einem Zeitraum von zwei Jahren viel Bewegung im Spiel ist, und dass die Ersatzkandidaten immer wichtig sind. Erste Ersatzkandidatin wurde Ramona Koch-Fiebrantz. Sie hat damit gute Chancen an Landesparteitagen teilzunehmen.

Zwei Jahre wird nun der neu gewählte Vorstand arbeiten. Zwei Jahre sind keine lange Zeit. Viele von uns können sich noch lebhaft an den letzten Wahlparteitag im Herbst 2022 erinnern, der im Gemeindesaal bei uns in Hoppegarten stattfand. Damals kam alles anders als geplant – und wir tagten damals bis Mitternacht.

Dieser Wahlparteitag verlief wohltuend friedlich und auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Trotz des gut organisierten Ablaufes war für alle Beteiligten Geduld gefragt. Von 10 Uhr bis nahe 15 Uhr wurde mit vereinten Kräften getagt und mit gemeinsamer Kraft anschließend aufgeräumt.

 

Vielen Dank allen Beteiligten für diesen gelungenen Parteitag!

Andrea Timm

28.01.2025

Dirk Wiese und Simona Koß
Klarheit durch Information

Am 27. Januar 2025 stellte sich der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, in Neuenhagen den Fragen der Bürgerinnen und Bürger zum Thema Innere Sicherheit. In einer offenen Diskussion sprach er über Herausforderungen, Fortschritte und politische Auseinandersetzungen – besonders im Bereich Migration.

1. Innere Sicherheit ist Kernaufgabe der SPD

Für die SPD ist Sicherheit nicht nur ein Polizeithema, sondern eine Grundvoraussetzung für soziale Gerechtigkeit. Arbeitnehmerrechte, Mieterschutz und ein funktionierender Sozialstaat brauchen ein sicheres Umfeld, um wirksam zu sein. Wiese betonte, dass es darum gehe, Sicherheit zu gewährleisten, ohne dabei Freiheitsrechte unverhältnismäßig einzuschränken.

2. Probleme bei der Migration – Herausforderungen klar benennen

Migration ist eines der zentralen politischen Themen unserer Zeit – doch Wiese machte deutlich, dass es hierbei um differenzierte Lösungen geht. Wichtig sei die Unterscheidung zwischen Wirtschaftsmigration und dem Asylrecht.

Die Ampelkoalition erkenne die Schwierigkeiten bei Unterbringung, Integration und Rückführungen von Menschen ohne Bleiberecht an und arbeite intensiv an Verbesserungen. Es brauche klare Regeln, konsequente Rückführungen bei abgelehnten Asylanträgen, aber auch eine faire Chance für Integration, wenn Menschen Schutz in Deutschland suchen.

3. Erfolge der Ampelregierung – konkrete Fortschritte sichtbar

Nach 16 Jahren Stillstand auf europäischer Ebene hat die Bundesregierung unter Bundeskanzler Olaf Scholz 2024 eine gemeinsame EU-Asylreform mit auf den Weg gebracht. Sie muss nun nur noch in Kraft treten. Zusätzlich wurden nationale Maßnahmen zur besseren Steuerung der Migration ergriffen:

Schärfere Grenzkontrollen und Maßnahmen gegen irreguläre Migration

Migrationsabkommen, z. B. mit Georgien, um Menschen ohne Asylanspruch schneller zurückzuführen

Beschleunigte Verfahren für Asylanträge und Abschiebungen

Diese Schritte zeigen bereits Wirkung: Die Zahl der Migranten, die nach Deutschland kommen, ist um ein Drittel gesunken.

4. Stimmungsmache im Wahlkampf – populistische Forderungen statt Lösungen

CDU-Chef Friedrich Merz fordert, Asylbewerber direkt an den deutschen Grenzen abzuweisen – eine Forderung, die klar gegen das Grundgesetz verstößt.

Im Oktober 2024 gab es noch ernsthafte Gespräche zwischen der „Ampel“ und CDU über schärfere Maßnahmen im Asylrecht. Die Bundesregierung brachte sogar einen Testlauf für Zurückweisungen an bestimmten Grenzabschnitten ins Spiel, um eine gerichtliche Klärung zu ermöglichen. Doch die CDU brach die Verhandlungen abrupt ab.

Besonders brisant: Ein umfassendes Sicherheitspaket mit weiteren Verschärfungen und mehr Befugnissen für die Bundespolizei wurde ebenfalls von der CDU blockiert – obwohl die Partei sonst härtere Maßnahmen fordert.

5. Gefahren beim 5-Punkte-Plan von Friedrich Merz

Die Vorschläge von Merz mögen sich in Wahlkampfzeiten gut anhören, doch sie sind in der Realität problematisch:

Sie torpedieren die mühsam erarbeitete EU-Asylrechtsreform, die für eine nachhaltige Steuerung der Migration dringend notwendig ist.

Ständige Grenzkontrollen im Schengenraum würden nicht nur Touristen ärgern, sondern auch den Wirtschafts- und Pendlerverkehr massiv behindern – mit spürbaren wirtschaftlichen Folgen für Deutschland und Europa.

6. Fazit – keine einfachen Antworten auf komplexe Fragen

Migration bleibt eine Herausforderung, für die es keine schnellen, einfachen Lösungen gibt. Wer im Wahlkampf mit populistischen Versprechen auf Stimmenfang geht, ignoriert die Realität. Der 5-Punkte-Plan von Merz klingt nach einer klaren Lösung, doch in der Praxis wären die Auswirkungen verheerend.

Zum Abschluss der Veranstaltung war eine Tendenz spürbar: Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich nach der Wahl eine große Koalition – allerdings mit Olaf Scholz als Kanzler.


Bernhard Sept

Vorsitzender OV