SPD Hoppegarten/ Neuenhagen

Regionalbahnhalt mit Parkhaus am östlichen Berliner Ring vorgeschlagen

Auf einer Veranstaltung der SPD Fredersdorf-Vogelsdorf stellte Reinhard Sept die Idee eines neuen Regionalbahnhalts zwischen Neuenhagen und Fredersdorf vor. Ein solcher Halt könnte an der Kreuzung der S-Bahnstrecke der Linie S 5 mit dem Berliner Ring errichtet werden. „Dieser Halt wäre am Rande des Mittelbereichs Neuenhagen und könnte über ein angegliedertes Parkhaus die Pendler aus dem weiteren Umfeld auf die S-Bahn umlenken“. Erreichbar wäre dieses Parkhaus über eine Abfahrt direkt von der Autobahn. Mitreferent Volker Heiermann erläuterte ein ähnliches Modell aus München. Dort werden Pendler z.B. bereits auf der Autobahn auf das direkt neben der Autobahn befindliche Parkhaus Fröttmaning hingewiesen. Eine Schilderbrücke über der Autobahn zeigt die Zahl der freien Stellplätze an und dass es von dort nur ca. 15 Minuten mit der Bahn ins Zentrum sind. Eine Tageskarte für das Parkhaus kostet 1,- €, eine Monatskarte 9,50 €. Knapp 1300 Stellplätze stehen zur Verfügung.

Herr Sept wies darauf hin, dass ein solcher Regionalbahnhalt natürlich nur attraktiv ist, wenn die S-Bahn dort im 10-Minutentakt nach Berlin hinein fährt. Mit dem Halt könnte man nicht nur das Neuenhagener Gewerbegebiet entwickeln, sondern auch die Brache des ehemaligen Hilfsrangierbahnhofs Fredersdorf. „Und wenn die S-Bahn bis dorthin zweigleisig ausgebaut wird bietet es sich eigentlich an, sie auch bis Fredersdorf weiterzuführen“.

Herr Heiermann betonte, dass es nicht angehen kann, dass wie jetzt wieder am Ostkreuz in Berlin immer neue Parkzonen eingeführt werden, aber keine neuen Angebote für Pendler geschaffen werden. Er verwies auf einen RBB-Beitrag vom 17.02.2014, wonach auf einen Park-und-Ride-Platz schon jetzt 23 Pendler kommen.

Reinhard Sept bot an, das Konzept unter Einbeziehung von Experten weiter zu präzisieren. „Entscheidend ist, ob der politische Wille da ist, ein solches Projekt durchzusetzen“. „Hierzu sollte sich in einem ersten Schritt die neugewählte Gemeindevertretung Fredersdorf-Vogelsdorf positionieren.

Volker Heiermann,SPD Fredersdorf-Vogelsdorf

Was betrifft mich Europa? - Öffentliche Diskussionsveranstaltung

Diskussion mit der Brandenburger SPD-Kandidatin zum Europaparlament, Susanne Melior

Die EU gilt als das größte und bedeutendste Friedens- und Wohlstandsprojekt der letzten Jahrzehnte. Ungefähr 500 Mio. Bürger leben in Europa. Das Europaparlament hat mehr als 700 Mitglieder. 2012 erhielt die EU den Friedensnobelpreis. Trotzdem gibt es Unzufriedenheit mit der EU. Bürger kritisieren, dass sie durch mitunter kleinliche Regelungen bevormundet werden.

Hierzu lud die SPD Fredersdorf-Vogelsdorf im März 2014 die Brandenburger SPD-Kandidatin zum Europaparlament Susanne Melior ein.

Frau Melior wies zunächst auf die nicht nur für sie enttäuschende Wahlbeteiligung bei der letzten Europawahl hin. Sie lag in Brandenburg bei weniger als 30%. Dabei erhielt Brandenburg in der letzten Förderperiode mehr als 3 Milliarden Euro von der EU. Viele Arbeitsplätze wurden durch diese Gelder neu geschaffen oder gesichert. „Aber anscheinend wurde nicht deutlich genug vermittelt, welche Vorteile die EU gerade uns im Osten Deutschlands gebracht hat“.

Trotzdem müsse man die Kritik ernst nehmen. „Probleme, die national besser geregelt werden können, sollten auch national geregelt werden“, fordert Frau Melior. Länder, die tatsächlich die zulässige Krümmung von Gurken regeln wollen, sollen dies tun dürfen. Aber bitte nicht als Zwang für alle EU-Staaten. „In das EU-Parlament gehören nur die Fragen, die wirklich grenzüberschreitend geregelt werden müssen, z.B. der Datenschutz. Hier müssen von unserem Land mehr Initiativen kommen".

In der anschließenden Diskussion wurde sie gefragt, welche Bedeutung der Einzelne in einem Europa von 500 Mio. Bürgern hat. Frau Melior antwortete: „Ein einzelner Europaabgeordneter hat ungefähr 700.000 Einwohner zu vertreten. Das kann er nicht ohne tatkräftige Unterstützung-anderer Mandatsträger“. Frau Melior wusste sich in diesem Punkt z.B. der Unterstützung unserer Landtagsabgeordneten Jutta Lieske sicher. Im Übrigen verwies Frau Melior auf das neue Mittel der Online-Petitionen. So beteiligten sich zuletzt mehr als 1 Mio. Bürger an einer Online-Petition, ob die Wasserversorgung privatisiert werden darf.

Zur Kritik am Euro-Rettungsschirm wies sie darauf hin, dass z.B. die Griechen sich aus eigener Kraft aus einer Militärdiktatur befreit haben. Soll man sie jetzt mit ihren geerbten Problemen alleine lassen? Und wenn es heute noch in einzelnen EU-Mitgliedsstaaten mehr als 50% Jugendarbeitslosigkeit gibt kann das von der EU nicht hingenommen werden.

Fazit: Über Europa sollte öfter geredet werden.

Volker Heiermann

Wriezener SPD strebt die Mehrheit an


© CHRISTINA SCHMIDT

MOZ 27.02.2014 20:

Wriezener SPD strebt die Mehrheit an

Wriezen (MOZ) Nach schier endlosen Diskussionen ist es vollbracht: Das Wahlprogramm der Wriezener Sozialdemokraten steht. Für den 25. Mai haben sich die Ortsverbandsmitglieder ein hohes Ziel gesteckt: Sie wollen künftig die Mehrheit der Stadtverordneten stellen. Ihr Fokus liegt auf Bildung, Wirtschaft und Jugend.

"Zukunft gestalten statt Stillstand verwalten" lautet das Motto der Wriezener Sozialdemokraten. Dieser Slogan liege ihnen am Herzen, erklären Jutta Werbelow und Wolfgang Skor, die Fraktionsvorsitzende und der Vorsitzende des Ortsverbandes. Veränderung sei ihr großes Ziel. "Eine lebenswerte Stadt" ist die Vision Wolfgang Skors, der viel Energie in Überlegungen steckt, wie man Unternehmen nach Wriezen locken könnte. Intensiverer Dialog mit der Wirtschaft, mehr Gewerbe, höhere Einnahmen für die Stadt, mehr Arbeitsplätze, weniger Schulden und dadurch ein größerer finanzieller Spielraum - das ist die Idee, die dahintersteckt. Immer wieder kritisiert die Wriezener SPD, dass die Stadtpolitik kurzsichtig plane.

Um das zu ändern, brauche die Partei die absolute Mehrheit, erklärt Wolfgang Skor das ehrgeizige Ziel: Nach den Wahlen wollen die Wriezener Sozialdemokraten die Mehrheit der 18 Stadtverordneten stellen. Aktuell zählt die Fraktion vier Mitglieder. Im Wahlprogramm wird eine lange Liste zu verfolgender Themen formuliert: Entwicklung der Wirtschaft, Sicherheit, Zukunftschancen für Kinder, Sicherung des Schulstandortes, Begrenzung der Verschuldung, Stärkung des Ehrenamtes, Förderung von Kunst, Sport und Kultur, die Entwicklung der Innenstadt, die Förderung des Tourismus und eine umfassende Bürgerbeteiligung.

Die Mehrheit strebe die SPD auch deswegen an, damit Entscheidungen nicht mehr an ihnen vorbei getroffen werden können, erklärt Jutta Werbelow. Immer wieder beklagt die SPD-Fraktion schnell abgefertigte Eilanträge, über deren Konsequenzen nicht nachgedacht werde. Ihre eigenen Anträge hingegen würden verschleppt und landeten spät auf der Tagesordnung, kritisiert die Fraktionsvorsitzende. Mehr Transparenz bei der Stadtpolitik habe sich die SPD deswegen auf die Fahnen geschrieben - auch in der Haushaltsdebatte. "Nur für einen durchsichtigen, verstehbaren Haushalt kann man als Stadtverordneter dann auch die Hand heben", betont Wolfgang Skor.

Im Wahlprogramm wird als Ziel eine "soziale Stadt" vorgegeben. Alle Bürger sollen demnach am gemeinsamen Leben teilnehmen, egal wie alt sie sind und über welche finanziellen Mittel sie verfügen. Die Partei will dafür unter anderem die Versorgung durch Pflegedienste und die medizinische Versorgung sicherstellen, Senioren und Behinderte fördern, das Ehrenamt und die Feuerwehren stärken. Da der Anteil älterer Menschen in der Stadt steigen wird, solle laut Wahlprogramm unter anderem altersgerechtes Wohnen gestärkt werden.

 

Frauenpower 2014
Wriezener Frauenpower

Wollen Mut machen: Stephanie Zins, Jutta Werbelow, Sabine Heymann, Monika Blum (v.l.), Karla Stumpe (vorne rechts). © SPD WRIEZEN

MOZ 08.03.2014

Wriezener Frauenpower

Wriezen (MOZ) Stärke zeigen und weibliches Engagement in der Politik fördern - das wollen die fünf Wriezenerinnen mit ihrem Bild zum Frauentag erreichen. Es entstand beim Foto-Shooting des SPD-Ortsverbandes. Doch, so betont Fraktionsvorsitzende Jutta Werbelow: Bei dem Bild ginge es nicht um Wahlkampf, sondern darum, anderen Frauen Mut zu machen.

Die Frauen in Rot sind Kandidatinnen für die Wriezener Stadtverordnetenversammlung. Immerhin fünf der 15 Kandidaten sind Frauen: Stephanie Zins, die die Schafwollmanufaktur in Lüdersdorf betreibt, die Bauingenieurin und Stadtpolitikerin Jutta Werbelow, die Kita-Leiterin Sabine Heymann, die Rentnerin Monika Blum und die Tierärztin Karla Stumpe.

 

Tafel
Ostern bei der Wriezener Tafel

Neues Team bei der Wriezener Tafel: Die MAE-Kräfte Katrin Masche und Hendrik Sternekieker sorgen für die gerechte Verteilung der Ware. © MOZ/INGA DREYER

MOZ vom 20.04.2014

Ostern bei der Wriezener Tafel

Wriezen (MOZ) Christliche Feiertage wie Ostern und Weihnachten sind für viele Menschen Anlass, sich Gedanken über diejenigen zu machen, die weniger haben als sie. Doch auch den Rest des Jahres über gibt es Orte wie die Tafel, die Ärmere im täglichen Leben unterstützen.

Im Flur, im Warteraum, vor der Tür: Dicht an dicht stehen Menschen und warten darauf, dass ihre Nummer aufgerufen wird. Jeden Freitag ab zehn Uhr werden bei der Wriezener Tafel Lebensmittelkisten ausgegeben. Wer zuerst bedient wird, entscheidet der Zufall. Jeder Kunde zieht ein Los mit einer Nummer. Je nach Haushaltsgröße gibt es große und kleine Kisten. Für die große wird ein Obolus von vier Euro gezahlt, für die kleine zwei.

Für viele Menschen ist der Gang zur Tafel nicht leicht. Von seinen Bekannten wisse keiner, wo er freitags hingeht, erzählt ein Mann mittleren Alters im Warteraum. "Wenn man sagt, man geht zur Tafel, wird man angeguckt wie ein Außerirdischer."

Es ist eine zwiespältige Sache mit der Tafel. Einerseits freuen sich Bedürftige über die Möglichkeit, an günstige Lebensmittel zu kommen. Andererseits bestärkt der wöchentliche Gang viele in dem Gefühl, am untersten Rand der Gesellschaft angekommen zu sein. Was hier nicht mehr verwendet wird, bekommen die Tiere im Wildgehege. Die Lebensmittel seien manchmal kaum mehr genießbar, kritisiert ein Mann und fragt: "Wissen Sie, wie ich mich dadurch fühle?" Der Standort an der Frankfurter Straße sei jedoch angenehmer als der frühere beim Rathaus, erzählen die Wartenden. Seit 2012 ist die Ausgabe gegenüber der Sparkasse in einem nicht einsehbaren Hof untergebracht. "Ich gehe nur hierhin, weil es anonym ist", erzählt eine Frau. Als die Strausberger Tafel, die auch den Standort Wriezen betreibt, vor zwei Jahren keine neuen Räume fand, sah es kurzzeitig so aus, als ob sie schließen müsse. Letztendlich aber stellte die Hageba die neuen Räume kostenlos zur Verfügung.

An diesem Freitag bekommen die Tafel-Nutzer zusätzlich zu ihrer Kiste mit Brot, Gemüse und anderen Lebensmitteln eine Packung frische Eier. Eine Spende der Wriezener SPD, die vor den Kommunalwahlen die Werbetrommel rührt. Die Fraktionsvorsitzende Jutta Werbelow und Monika Blum, ebenfalls Kandidatin für die Stadtverordnetenversammlung und derzeit sachkundige Einwohnerin im Bildungsausschuss, helfen mit beim Einpacken der Waren. Jedes Kind bekam eine Tüte mit Schokolade dazu. Jutta Werbelow erinnert die Tafel-Besucher an die Kommunalwahlen und bittet alle, ihre Stimme abzugeben.