Um den Jahreswechsel sind 10 neue Mitglieder in den SPD-Ortsverein Neuenhagen eingetreten. Beim Neujahrsfrühstück überreichten Landtagspräsident Gunter Fritsch und Ortsvereinsvorsitzende Marianne Hitzges das Parteibuch an Vaira Dombrowski und hießen sie herzlich willkommen.
Der Ortsverein will sich auch in 2012 schwerpunktmäßig mit dem Thema Neuenhagen als Mittelzentrum im S 5 Bereich auseinandersetzen. Hierzu gehört für die SPD der Bau eines Hallenbades in Neuenhagen, bessere Radwegeverbindungen zu den Nachbargemeinden aber auch die Weiterentwicklung des Bahnhofes Hoppegarten mit einem Regionalbahnanschluss und besseren Parkmöglichkeiten.
Von den bisherigen Mittelzentrumstreffen der Bürgermeister sind die Sozialdemokraten enttäuscht. „Außer Lippenbekenntnissen“ so Marianne Hitzges, „ist dabei nicht viel rausgekommen. Offensichtlich hört beim Geld die Freundschaft auf.“
Aber auch das Thema Ganztagsschule in Neuenhagen bleibt auf der Tagesordnung der SPD.
Im September 2011 schlug Dr. Klett der Gemeindevertretung vor, den Neubau der Kita Verbindungsweg nur für 110 Kinder zu errichten. Auf SPD-Nachfrage sagte er, dass damit gleichwohl für die 3-6-jährigen 63 Plätze mehr geschaffen werden als in der Gemeinde Kinder in dieser Altersgruppe vorhanden sind. Dadurch entstehen Mehrkosten zwischen 54.558,- bis 126.000,- € pro Jahr.
Die anderen Fraktionen änderten Kletts Antrag und beschlossen, die Kita Verbindungsweg sogar für 140 (!) Kinder zu bauen. Damit werden weitere 24 Plätze für 3-6-jährige geschaffen, die es gar nicht gibt. Dies kostet die Gemeindebürger weitere 866 € x 24 Plätze = 20.784 € pro Jahr mehr.
Dr. Klett wies darauf hin, dass in unseren Nachbarorten zum Teil ein Kitaplatzmangel bestehe. Diese Eltern könnten ihre Kinder zukünftig verstärkt in unsere Einrichtungen bringen.
Volker Heiermann
Im Mittelbereich Neuenhagen gibt es für 60.000 Einwohner 26 Hausärzte. Sie verteilen sich wie folgt:
Neuenhagen: 7, Petershagen-Eggersdorf: 7, Hoppegarten: 10, Fredersdorf-Vogelsdorf: 2.
Durchschnittlich versorgt im Mittelbereich ein Hausarzt 2300 Einwohner. In unserer Gemeinde hat ein Hausarzt auf 6400 Einwohner zu betreuen!
Und von 27 Fachärzten im Mittelbereich haben wir nur eine Zweigpraxis (Frauenheilkunde) im Ort.
Bürgermeister Henze (Neuenhagen) nach Vorstellung dieser Zahlen im Herbst 2011 zu Dr. Klett: Jeder Bürgermeister sollte überlegen, welche Anreize er insbesondere für eine bessere Hausarztversorgung anbieten will. Wir sind gespannt.
Volker Heiermann