Bei der Vergrößerung des Gewerbegebiets Fredersdorf-Nord werden ca. 7000 qm Wiesen- und Laubgehölzflächen beseitigt. Nach dem Gesetz müssen solche Eingriffe in die Natur durch Ersatzpflanzungen ausgeglichen werden. Für das Gewerbegebiet Nord bedeutet dies, dass Ausgleichsmaßnahmen im Wert von 100.000 € an anderer Stelle geschaffen werden müssen.
Jetzt informierte Bürgermeister Krieger (CDU), dass er mit diesen 100.000 € keine neuen innerörtlichen Grünflächen schaffen kann, sondern dass er dieses Geld weiter gibt für Aufwertungsmaßnahmen im Wald bei Gielsdorf (11 km nordöstlich von Altlandsberg).
Der Antrag der SPD, dass die 100.000 € in Fredersdorf-Vogelsdorf bleiben müssen, wurde äußerst knapp abgelehnt.
Angenommen wurde lediglich der Hilfsantrag der SPD, dass der Bürgermeister wenigstens für zukünftige Ausgleichsmaßnahmen unverzüglich mit der Sicherung nötiger innerörtlicher Ausgleichsflächen beginnen soll.
Volker Heiermann
Wenn man Bürger zur Beteiligung an Planungsverfahren auffordert, müssen ihre zentralen Bedenken auch ernst genommen werden.
Die SPD setzte sich im Sinne der Anwohnereingaben mit ihrem Antrag durch, dass der Bürgermeister ein hydrologisches Gutachten zur Schichtenwasser – und Versickerungsproblematik beauftragen soll.
Denn wenn für die neu versiegelten Flächen am Gewerbegebiet Nord kein innerörtlicher Ausgleich geschaffen werden kann, stellt sich die Frage, wo das Regenwasser dann bleiben soll. Versickern kann es am Gewerbegebiet Nord kaum. Der dortige Boden ist „lehmig und schwer wasserdurchlässig“. Und der dortige Entwässerungsgraben ist bereits mehrfach an seine Kapazitätsgrenzen gelangt.
Volker Heiermann
SPD-Fraktion
In der Debatte zur Schulentwicklung in der Sitzung der Gemeindevertretung vom 14.6.18 ging es keineswegs um eine Auseinandersetzung mit dem neuen Bürgermeister. Vielmehr ging es um eine Schullandschaft, die bedarfsgerecht ist und allen Schülerinnen und Schülern in Neuenhagen gute Bedingungen in allen Schularten schafft. Hierzu hatten alle Fraktionen, mit Ausnahme der Parteilosen, Grundsatzbeschlüsse gefasst, die Herr Scharnke, kurz nach seiner Wahl, in Frage stellte. Der Antrag der SPD diente dazu, diesen Konsens, der auch in Absprache mit dem Landkreis gefunden wurde, wiederherzustellen und um neuere Entwicklungen, wie die Notwendigkeit einer neuen Förderschule zu erweitern.
Ein Ort und seine Vertreter
Warum die Ortsbeiratswahl im Ortsteil Münchehofe vorgezogen notwendig geworden ist, dürfte inzwischen jeder interessierte Bürger Hoppegartens mitbekommen haben. Der Ortsbeirat war nicht mehr funktionsfähig und musste aufgelöst werden.
Bei der für kommenden Sonntag, den 24. Juni 2018 - anstehenden Wahl ist vieles anders als bei der letzten Wahl – vor allem das öffentliche Interesse an dieser Wahl ist größer als je zuvor. Die Listen mit den Wahlvorschlägen sind länger als je zuvor und die Diskussionen gehen tiefer. Auch die Verletzungen und Missverständnisse der letzten Monate sitzen tief. Gewählt wird für 6 Jahre – auch das ist neu.
Weil wir in Münchehofe einen Ortsbeirat brauchen, der den Menschen nützt und wirklich mit Herz und Verstand bei der Sache ist, haben wir in den letzten Wochen viele Gespräche mit interessierten Anwohnern – Genossen, Parteilosen und auch überparteilich – geführt. Als Ergebnis haben wir einen Wahlvorschlag mit tollen Kandidaten.
Für die SPD gehen an den Start:
Andreas Burghardt
Britta Lorenz-Eisenstein
Christian Seidel
Am vergangenen Sonntag gab es zum Endspurt vor der Ortsbeiratswahl ein Sommerfest in Münchehofe. Eingeladen hatten der SPD-Ortsverein gemeinsam mit dem Ortsverein der Linken. Das ist neu – und es ist gut. Gemeinsam haben sich die Kandidaten vorgestellt, Gespräche geführt und das Wie und Warum noch einmal sehr deutlich gemacht. Auch die Kandidaten der Vereinigten Bürgerbewegung Hoppegarten nahmen an dieser Veranstaltung teil und informierten über Ihre Beweggründe, sich zur Wahl zu stellen. Bei schönstem Sommerwetter wurde entspannt bei Kaffee, Kuchen, Bier und Gegrilltem diskutiert und auch so mancher Graben zugeschaufelt und neue Bekanntschaften geknüpft. Es gab für die Kinder eine Hüpfburg, Ponyreiten und Kinderschminken. Auch unser Landtagsabgeordneter Jörg Vogelsänger zeigte sich deutlich beeindruckt vom Elan und Gemeinschaftssinn in Münchehofe.
Die als Zaungäste anwesenden Wahl-T-Shirt-Träger der CDU haben zwar das Bild etwas beeinträchtigt, nicht jedoch die gute Stimmung der Anwesenden. Es ist jedoch beschämend mit welcher Frivolität die maßgeblich für die Auflösung des Ortsbeirates verantwortliche bisherige Vertreterin der CDU im Ortsbeirat, Andrea Knihs zur Schau trug, dass auch sie trotzdem wieder für den Ortsbeirat kandidiert. Es bleibt zu hoffen,
Auch der Bürgermeister, Karsten Knobbe, nahm die Gelegenheit zum „Bad in der Menge“ wahr.
Nun wünschen wir uns eine recht hohe Wahlbeteiligung und natürlich ein Ergebnis, welches wirklich eine gute Arbeit in Münchehofe ermöglicht.
Andrea Timm
Stellv. Vorsitzende SPD Hoppegarten
18. Juni 2018