Am 23.03.2026 haben sich die SPD-Mitglieder aus Bad Freienwalde zusammengefunden, um einen neuen Vorstand zu wählen.
In geheimer Wahl wurden die neuen Vorstandsmitglieder der Kurstadt-SPD bestimmt:
Vorsitzender: Thomas Scheffler
Stellvertreter: Horst Sander
Kassierer: Udo Schonert
Beisitzer: Hans-Ulrich Lanäus und Detlev Wieland
Revisoren: Karin Fritsche und Manfred Brosig
Gemeinsam möchten wir für unsere Kurstadt und ihre Ortsteile die sozialdemokratische Tradition fortsetzen und alle herausfordernden Aufgaben unserer sehr komplizierten Zeit bewältigen.
Die SPD steht für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität.
Für uns bedeutet das heute, dass unsere Freiheit darin zum Ausdruck gebracht wird, indem jeder seine Meinung frei äußern sollte. Das betrifft auch die Bürgerbeteiligung in der Stadtverordnetenversammlung, im Kreistag, im Landtag und im Bundestag. Nicht nur die von uns gewählten Abgeordneten, sondern auch jeder Bürger hat das Recht mitzubestimmen, wie unser Gemeinwesen gestaltet werden soll. Dazu brauchen wir alle Vereine, Bürgerbündnisse, Initiativen, Verbände, Organisationen und alle Menschen, denen daran gelegen ist unser Land nach vorn zu bringen.
Gerechtigkeit ist für uns Sozialdemokraten vor allem soziale Gerechtigkeit. Diese muss in der sozialen Marktwirtschaft dazu beitragen, dass jeder in unserem Land einen Anteil am Wohlstand erhält. Um das zu ermöglichen dürfen wir nicht auf Kosten der zukünftigen Generationen leben. Eine ausgewogene Finanzpolitik muss dafür sorgen, dass Alle gleich gut leben können. Schon in unserer Stadt Bad Freienwalde haben wir die Verantwortung den Haushaltsplan so zu gestalten, dass auch in Zukunft noch eine handlungsfähige Kommune existiert.
Solidarität ist eine grundlegende Eigenschaft jedes Sozialdemokraten. Jeder Mensch hat in unserem Land die gleichen Rechte, die im Grundgesetz formuliert sind. Es gibt für uns keine Ausgrenzung. Wir sind aufeinander angewiesen, um unser Land und auch unsere Stadt gemeinsam voranzubringen, um ein gesichertes, friedliches und zufriedenes Leben zu führen.
Mit diesem grundlegenden Zielen wird der SPD-Ortsverein Bad Freienwalde auch in Zukunft daran mitwirken unsere Heimat mitzugestalten.
Thomas Scheffler, im März 2026
Mit der Problematik zum Wasser beschäftigt sich Professor Dr. Sieker aus Hoppegarten seit Jahren. Für unsere Gemeinde Fredersdorf-Vogelsdorf erstellte er 2020 eine erste Starkregengefährdungskarte.
Ein Abschlussbericht liegt seit 2025 vor.
Starkregen und Wassermangel werden in den kommenden Jahren zunehmen. Ein Thema, das auch die SPD im Unterbezirk Märkisch Oderland schon länger beschäftigt.
Welche Auswirkungen werden wir zu tragen haben?
Nach Aussage von Professor Sieker beim Vortrag am 21.03.2026 während des Unterbezirksparteitages in Buckow werden wir mit erheblichen Kostensteigerungen beim Abwasser rechnen müssen.
Das Abwasser unseres Wasserverbandes Strausberg-Erkner wird zum Klärwerk Münchehofe gepumpt. Ursprünglich war es überdimensioniert. Heute ist durch Zuwachs in Berlin als auch im Gebiet des Verbandes die Kapazitätsgrenze erreicht.
Hohe Investitionen stehen bevor. Das könnte zur Verdoppelung oder noch größeren Preissteigerungen führen.
Warum also in Münchehofe investieren und das Abwasser über die Spree ins Meer entsorgen?
Am Beispiel Straussee machte Herr Sieker deutlich, welche Konsequenzen eine dezentrale Abwasserentsorgung hätte. Der Wasserspiegel des Straussees hat hauptsächlich durch die Klimaveränderungen erhöhte Verdunstung seit 2014 rund 150 cm abgenommen. Der Straussee verliert zur Zeit jährlich 200.000m³ Wasser. Die Stadt Strausberg erzeugt aber jährlich rund 1.000.000m³ Abwasser. Dieses gereinigte Abwasser würde den Straussee in Kürze füllen.
Natürlich kostet eine dezentrale Abwasserentsorgung wahrscheinlich genauso viel oder sogar mehr Geld. Diese Lösungen wären aber wesentlich nachhaltiger und langfristig billiger. Beispiele aus dem nahen Werneuchen, dem fernen Afrika oder USA beweisen die Machbarkeit.
Unser Unterbezirk wurde bereits aktiv. Auf dem Landesparteitag am 14. März in Potsdam forderte er in einem Beschlussantrag die Überarbeitung der wasserrechtlichen Vorschriften. Die Wasserabfuhr soll zu Gunsten ausgeglichenerer Wasserbilanzen reduziert werden.
Professor Dr. Sieker fordert eine öffentliche Debatte über die Wasserproblematik. Zur Zeit werden die Probleme noch unter dem Deckel gehalten.
Aber sie sickern langsam durch, werden sichtbar. Werden sie uns überschwemmen?
Lösungsvarianten müssen erarbeitet und entschieden werden. Für unseren Wasserverband WSE ist die Verbandsversammlung zuständig. Wir haben durch den Bürgermeister eine Stimme.
Bleiben wir auf dem Trockenen? Teurer wird es ohnehin!!!
Bernhard Sept
Auf dem Landesparteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) am 14.03.2026 in Potsdam ging es politisch ums Ganze: Die Delegierten aus Brandenburg stimmen – neben zahlreichen Anträgen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen – über den Koalitionsvertrag mit der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) ab. Ziel war und ist es, dafür zu sorgen, dass die soziale Politik in Brandenburg weiter vorankommt – mit einer klar erkennbaren Handschrift der SPD.
Das Abstimmungsergebnis zum Koalitionsvertrag war deutlich: 121 Delegierte stimmten mit ja, bei einer Gegenstimme und vier Enthaltungen. Ein deutlicher Auftrag nun den geschriebenen Worten, Taten folgen zu lassen.
Als Delegierte vertraten aus dem Doppeldorf Raik Baugatz und Symon Nicklas den Unterbezirk Märkisch-Oderland.
nick
Der SPD Ortsverein Fredersdorf-Vogelsdorf wünscht am heutigen Sonntag allen Frauen einen schönen Frauentag!
Dieser Tag erinnert uns daran, dass die tatsächliche Gleichstellung von Männern und Frauen nicht selbstverständlich ist - obwohl der Gleichheitsgrundsatz im Grundgesetz von 1949 verankert ist. Gleichstellung musste seit jeher hart erkämpft werden.
Defizite gibt es auch heute noch, insbesondere in der Arbeitswelt, bei der Bezahlung und in Führungspositionen.
Auch im Jahr 2025 lag der sog. Gender Pay Gap bei 16 Prozent. Das heißt, Frauen verdienen im Schnitt 16 Prozent weniger pro Stunde als Männer. Diese Lücke ist seit Jahren weitgehend konstant.
Frauen leisten weiterhin einen Großteil der unbezahlten Sorgearbeit wie Kinderbetreuung, Haushalt und Pflege von Angehörigen. Neben der oben genannten Lohnlücke macht sich das auch bei der Rente von Frauen bemerkbar.
Diese strukturellen Probleme müssen endlich gelöst werden.
Gleichstellung ist für die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten schon immer ein bedeutsames Thema. Die SPD stellt im Bund in diesem Jahr wichtige Weichen für eine bessere Gleichstellung:
Mit der anstehenden Elterngeldreform werden mehr Anreize für eine partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und unbezahlter Sorgearbeit geschaffen. Außerdem soll endlich die geschlechtsspezifische Lohnlücke geschlossen werden. Dafür soll bis Juni 2026 die EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz in nationales Recht umgesetzt werden. Das soll für mehr Entgeltklarheit und bessere Rechtsdurchsetzung sorgen.
Auch dem Thema Gewalt gegen Frauen muss unbedingt mehr Beachtung geschenkt werden. Das Ausmaß von Gewalt gegen Frauen und Partnerschaftsgewalt hat in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht. Die polizeilich erfassten Zahlen steigen seit Jahren kontinuierlich an, wobei das tatsächliche Ausmaß durch ein riesiges Dunkelfeld noch weitaus größer eingeschätzt wird.
Beim Thema Gewaltschutz hat die SPD in diesem Jahr bereits einiges erreicht:
Das Gewalthilfegesetz, das im Januar 2025 verabschiedet wurde und einen Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung für von gewaltbetroffenen Frauen und ihre Kinder vorsieht, ist ein Meilenstein im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Zusätzlich wird das Gewaltschutzgesetz ausgebaut und so der Schutz vor häuslicher Gewalt weiter gestärkt. Kern des Gesetzes ist die Einführung der sog. elektronischen Fußfessel bei Gewalttätern. Gerichte können Tätern künftig vorschreiben, eine Fußfessel zu tragen, um die Einhaltung von Näherungsverboten technisch zu überwachen. Daneben werden Anti-Gewalt-Trainings für Täter verpflichtend. Der Gesetzentwurf hierfür befindet sich bereits im parlamentarischen Verfahren im Deutschen Bundestag.
Wir müssen auch weiterhin alles dafür tun, dass die Gleichstellung verteidigt und gestärkt wird. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die die SPD weiterhin mit voller Kraft vorantreibt.
Ihre Sabrina Bosse