Am Freitag, 29. Juli 2011 findet ab 17 Uhr eine Kundgebung zu den geplanten Flugrouten über Neuenhagen statt. Von Seiten der SPD nehmen die Landtagsabgeordnete Jutta Lieske und der Landrat Gernot Schmidt teil.
Zur geplanten Flugroutenführung haben die SPD-Neuenhagen ungewöhnlich viele Schreiben erreicht. Hier unsere Antwort:
Zur Zeit wird heftig über die geplanten Flugrouten des neuen Berliner Flughafens diskutiert. Anders als bisher geplant, sollen diese nun teilweise auch über die östlich von Berlin gelegenen Städte und Gemeinden gehen. Hiergegen protestieren der Landrat von Märkisch Oderland Gernot Schmidt und die betroffenen Bürgermeister, u.a. Jürgen Henze aus Neuenhagen. In einem Schreiben an die Deutsche Flugsicherung GmbH haben sie ihre Alternativen vorgestellt. Die betroffenen SPD-Ortsvereine führen am Montag, den 29. August, 19 Uhr, im Haus der Generationen, Lindenallee 12 in 15366 Hoppegarten, eine Informationsveranstaltung zum Thema Fluglärm mit Martina Gregor-Ness, stellv. Fraktionsvorsitzende und Arbeitskreisleiterin für Infrastruktur und Landwirtschaft durch.
Mehr als 50 Interessenten waren am 30. Juni 2011 der Einladung des SPD-Unterbezirks und der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen MOL nach Bad Freienwalde gefolgt, um von fachkompetenter Seite Informationen zur gesundheitlichen und sozialen Entwicklung der Kinder in Märkisch-Oderland zu erhalten und sich dazu auszutauschen. Referenten und Gesprächspartner waren die Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Frau Dr. Martina Münch, die Landtagsabgeordnete Jutta Lieske, der Jugendamtsleiter des Landkreises MOL, Thomas Böduel, die Leiterin des Netzwerkes „Gesunde Kinder“, Birgit Triebel, und die seit über vier Jahrzehnten praktizierende Kinderärztin Dr. Bärbel Michler aus Strausberg. Im Publikum saßen insbesondere Vertreter aus Kindertagesstätten und Schulen des Altkreises Bad Freienwalde.
Dr. Martina Münch machte deutlich, dass Bildung und Gesundheit nicht voneinander zu trennen sind. Viele Kinder seien aufgrund von Bewegungsmangel und ungesunder Ernährung heute übergewichtig oder leiden bereits an Gelenk- und Muskelerkrankungen oder Diabetes. Sprach- und Sprechstörungen, emotionale Probleme, Ängste oder Essstörungen würden ebenfalls häufig festgestellt. Umso wichtiger sei es, so früh wie möglich in der Kita damit zu beginnen, diese Risiken abzubauen und den Jüngsten unserer Gesellschaft einen optimalen Start ins Leben zu geben.
Wie sieht es nun konkret im Landkreis MOL aus? Thomas Böduel, Leiter des kreislichen Jugendamtes, betonte, dass mit zunehmender Armut Gesundheit und Bildung zu kurz kämen. Hier gebe es erhebliche Unterschiede zwischen den Regionen des Kreises. Im Jahr 2009 lebten beispielsweise im Landkreis insgesamt 5.879 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre von Leistungen nach SGB II – durchschnittlich jedes vierte Kind. Besonders betroffen sei die Region Nord (Altkreis Bad Freienwalde), in der jedes zweite bis dritte Kind auf Sozialleistungen angewiesen ist. In der Region West (Speckgürtelbereich) sei hingegen nur jedes neunte Kind betroffen. Die Sprachförderung in der Kita habe sich als richtig erwiesen und zeige erste Erfolge, jedoch sei die Förderung ab dem fünften Lebensjahr bereits zu spät, mahnte der Jugendamtsleiter. 2010 gab es in MOL 95 Inobhutnahmen, 240 Kinder lebten in Heimen und 220 bei Pflegeeltern. Zahlen, die sehr nachdenklich stimmen.