In ihrer Ausgabe vom 6.8.22 berichtet die MOZ über „Änderungen an der Dorfstraße“, die zu mehr Sicherheit für Schulkinder führen sollen. Grundlage der Änderungen ist das Konzept sichere Schul- und Alltagswege der SVU Dresden. Dies stammt aber nicht wie im Artikel erwähnt von 2018. 2018 wurde nur beschlossen, ein solches Konzept erstellen zu lassen. In der Gemeindevertretung behandelt wurde es im August 2020.
Dem vorausgegangen war ein einstimmiger Beschluss der Gemeindevertretung am 29.8.2019. Beschlossen wurde dort der Antrag der SPD-Fraktion mit folgendem Wortlaut:
„Der Bürgermeister wird beauftragt bis zur Fertigstellung des Sport- und Geschichtsparks in der Dorfstraße für eine verstärkte Verkehrsberuhigung zu sorgen.
Dies kann insbesondere erfolgen durch die Einrichtung
einer verkehrsberuhigten Zone (Spielstraße)
einer Begegnungszone
farbliche und bauliche (Aufpflasterungen) Maßnahmen
Sachverhalt:
Mit dem Sport- und Geschichtspark und zukünftig nach Beschlusslage auch zwei Sporthallen, einer Kita und einem Hort bzw. dem Haus der Begegnung von Bollensdorf auf der Südseite und der Schwanenteichschule sowie dem Jugendclub Blaupause auf der Nordseite der Dorfstraße entsteht ein zusammenhängender Bereich. Viele Kinder und Jugendliche kreuzen zur Nutzung der verschiedenen Einrichtungen hier häufig die Dorfstraße. Da der Autoverkehr aus heutiger Sicht hier nicht ganz ausgeschlossen werden kann, erscheinen Maßnahmen der Verkehrsberuhigung und der Schulwegsicherung notwendig.“
In unserem Ortsverein beschäftigen sich natürlich nicht nur unsere Gemeindevertreterinnen und -vertreter mit der Gemeindepolitik, sondern alle Mitglieder. So kommt es öfters vor, dass Mitglieder Bürgeranfragen stellen. So für die Sitzung der Gemeindevertretung am 25.08.2022 auch Rüdiger Wirthwein. Wir dürfen seine Anfrage hier dankenswerterweiße veröffentlichen:
Marianne Hitzges, eine langjährige Mitarbeiterin von Jörg Vogelsänger und engagierte Vertreterin in der Gemeindeversammlung von Neuenhagen hat sich in den letzten intensiv mit dem Zeichnen und Malen beschäftigt. Lassen wir sie selbst beschreiben, was sie in ihrem Atelier denkt und fühlt und ausdrückt! (gu)
Arche: 82.Treppenhausgalerie
Malereien und Zeichnungen von
MARIANNE HITZGES!
...like the first morning... Vernissage: Montag 15.08.2022, 17:00 – 19:00 Uhr Laudatio Tom Mix + Musikalische Umrahmung + Elisa Flottran (Preise für Jugend musiziert Musical und Pop Gesang, Kreismusikschule MOL) Ausstellung; Mo-Do 8:00-18:00 Uhr, Fr 8:00 – 14:00 Uhr Ort: ARCHE Neuenhagen, Carl-Schmäcke-Straße 33
Außenalster – Stamm- und Relax Baum, 2021, Acrylfarbe auf Aquarellpapier
1. Wie kommt man/frau zum Zeichnen und Malen?
Viele schreiben biografische Bücher, ich male Bilder mit biografischem Bezug.
2. Wo würdest Du Dich einordnen?
Ich sehe mich als Künstlerin, die aus dem Schonraum der Privatheit und Lehre hervorgetreten ist.
3. Was willst Du mit Deinen Arbeiten ausdrücken?
Ich male aus Freude an Farben und Motiven, die meine Emotionen und Gefühle, Träume und Sehnsüchte ausdrücken. Manchmal auch, um mich zu konzentrieren und Ruhe zu finden.
4. Würdest Du sagen, Du hast eine Botschaft?
Den Mut mit meinen Arbeiten die Betrachtenden zu inspirieren, berühren und zu bewegen. Das Zusammenfließen und Zusammenwirken von politischer Historie-Realität und Zukunft, die Vision evtl. die Entstehung besserer und gerechterer Verhältnisse anzustoßen.
5. Wo siehst Du Deine Arbeiten am liebsten?
An den Wänden von kommunalen Plattformen, Kunstgalerien und bei KäuferInnen zu Hause.
6. Wo und wann kannst Du am besten arbeiten?
Zu Hause und im Atelier. Meistens male ich am späteren Nachmittag bis abends, wenn die alltäglichen Aktivitäten zur Ruhe kommen.
Hahn, Vitalität-Empörung, 2020, Aquarell auf Papier
7. Was bewegt Dich gerade?
Immer noch der Frieden für die Ukraine und die Verbesserung bzw. Rettung unserer klimatischen Bedingungen.
8. Gibt es einen Künstler, ein Kunstwerk, dass dich besonders beeindruckt?
Nachsorgende oder vorsorgende Verkehrspolitik? Die Wahl einer Variante ist oft ausschlaggebend für konkrete Entscheidungen.
Die Gemeinde Neuenhagen hat mitgeteilt, dass das Straßenverkehrsamt des Landkreises der Tempo 30 Regelung an der Hönower Chaussee vor dem Spielplatz an der KITA Kleine Sprachfüchse nun zugestimmt hat. Die ursprüngliche Ablehnung war damit begründet worden, dass die Polizei hier keinen Unfallschwerpunkt feststellen konnte. Die Daten stammten aus der Zeit, als es den Spielplatz noch nicht gab.
Die SPD konnte nicht nachvollziehen, dass nach Fertigstellung des Spielplatzes erst Unfälle abgewartet werden müssen, bevor eine vernünftige Verkehrsregelung getroffen wird. Dazu kommt, dass eine Temporeduzierung vor dem Spielplatz auch für die Lärm- und Abgasentwicklung wichtig ist. Dem Landrat Gernot Schmidt ist zu danken, dass er die Regelung nun geändert hat.
Ein ähnliches Problem besteht bei der beschlossenen Fahrradstraße über die Rüdesheimer- und die Annenstraße. Diese wurde von Verkehrsgutachtern empfohlen, um neue Wohngebiete am Gruscheweg, einem neuen Schulcampus und ein Einkaufszentrum verkehrlich anzuschließen, ohne alles nur autogerecht zu gestalten. Nun sagt die Verwaltung, sie werde den Beschluss nicht umsetzen, da diese Straße keinen überwiegenden Fahrradverkehr aufweise. Das stimmt zwar derzeit, ist aber auch nicht verwunderlich, da die Bebauung noch nicht besteht. Die Verkehrsgutachter waren weitsichtig und wollten eine vorsorgende Verkehrsplanung, als später an neuen Problemen nachsorgend zu kurieren. Außerdem wollten die Gutachter den zukünftig entstehenden Verkehr fußgängerfreundlich und fahrradfreundlich gestalten.
Vorsorge statt Nachsorge sollte das Prinzip sein. Auch in der Verkehrsplanung. Die Frage, ob es bei Beschlüssen ein Primat der Politik oder der Bürokratie gibt, ist dringend zu diskutieren.
Am 11.07. war auf Einladung unserer Bundestagsabgeordneten Simona Koß der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag, Rolf Mützenich, zu Gast im Museumspark Rüdersdorf. Nachdem ihm unser Schmuckstück gezeigt wurde, stand er noch für eine Diskussion zur Verfügung. So wurden Themen wie z.B. Wasser, Baugenehmigungen, Schuldenbremse und Pflege angesprochen. Und natürlich wurde auch nicht versäumt, auf die Geldmittel hinzuweisen, die Rüdersdorf in Zukunft für den Museumspark noch benötigen wird.