Bildung
Am 22. Juni 2016 gab es im Kultur- und Sozialausschuss die erste Lesung zur Entwicklung der Grundschulen in Neuenhagen. Nachdem es hoffentlich Ende des Jahres und nach der Fertigstellung der neuen deutsch-polnischen Kita endlich Entspannung bei den Kita-Plätzen in Neuenhagen gibt (zurzeit stehen ca. 60 Kinder auf der Warteliste), ging es hier darum, wie Neuenhagen für die Zukunft mit Grundschulen aufgestellt sein wird.
Die Verwaltung hatte in einem ausführlichen Bericht hierzu interessante Fakten zusammengestellt. Aus diesen wurde deutlich, dass hier Handlungsbedarf besteht. Dazu einige Auszüge aus der Verwaltungsvorlage:
Der Zuzug in den Berliner Speckgürtel hält unvermindert an. Ganz wichtiger Standortfaktor ist da die Entwicklung der Gymnasien rund um Berlin. Darum plant der Landkreis Märkisch-Oderland, bestehende Schulstandorte zu erhalten und zu stärken. Im Gespräch sind mehrere Standorte im Landkreis.
Die SPD Rüdersdorf sieht da Potenzial für Rüdersdorf: „Wir sind gerade dabei, in der Brückestraße einen modernen Schulstandort zu entwickeln. Da sollten wir die Synergieeffekte nutzen und für einen zukunftssicheren Bildungscampus auch den Ausbau des Gymnasiums im Blick behalten“, so der SPD-Vorsitzende Stephen Ruebsam. „Es ist jetzt wichtig, mit dem Landrat zu sprechen, um zu signalisieren, dass Rüdersdorf die Zukunft der Bildung ganz wichtig ist. Gerade wenn Dinge wie eine neue Sporthalle und Oberschule in Planung sind, sollte man parallel auch das Gymnasium einbeziehen.“ Der Rüdersdorfer Kreistagsabgeordnete Sven Templin will sich in Seelow stark machen für das Heinitz-Gymnasium: „Der Kreistag soll wissen, dass wir Rüdersdorfer da am Ball bleiben, um unser gutes Gymnasium zu stärken.“
In ihrer Sitzung vom 4.12.2014 hat die Gemeindevertretung von Neuenhagen einen Antrag der SPD zum Schwimmunterricht angenommen. Hierdurch wird es möglich sein, den Schwimmunterricht auch in einer Halle durchzuführen. Die hierfür notwendigen Haushaltsmittel werden eingestellt. Unterstützt und ergänzt wurde der Antrag der SPD durch die Fraktionen Die Linke und Bündnis 90 / Die Grünen. Zwei weitere Gemeindevertreter stimmten für den Antrag, so dass er eine Mehrheit von 13 zu 11 Stimmen erhielt. Im Folgenden dokumentieren wir den Beschluss, den Sachverhalt, der nicht Bestandteil des Beschlusses ist sowie den Redebeitrag von Marianne Hitzges zur Begründung des Antrages.
Ob der Schwimmunterricht in Neuenhagen künftig weiterhin nur im Freibad oder auch in der Schwimmhalle in Strausberg stattfinden kann, darüber entscheiden am kommenden Donnerstag die Gemeindevertreter. Die SPD brachte einen entsprechenden Antrag ein, welcher vorsieht, dass die Gemeinde ab dem nächsten Schuljahr Finanzmittel auch für eine Hallennutzung bereithält. „Wir wollen vor allem dem Rechnung tragen, dass sich ein Großteil der Eltern bei einer Umfrage für diesen Weg ausgesprochen hat“, führte SPD-Fraktionsvorsitzende Marianne Hitzges an. Gerade einmal ein Drittel stimmte dabei für den Verbleib im Freibad. Auch ihr Amtskollege Georg Stockburger von den GRÜNEN betonte: „Uns ist wichtig, dass die Schulkonferenzen dann frei entscheiden könnten.“ Dennoch betonten alle Seiten, dass die Bedingungen im Freibad keinesfalls unzumutbar seien, weswegen Sven Kindervater von den LINKEN ergänzte: „Es geht um eine Verbesserung, die wir uns leisten wollen, weil wir sie uns leisten können.“ Auf die Gemeinde kämen maximal 54.000€ pro Jahr an anfallenden Kosten hinzu, wobei real von einer deutlich kleineren Summe ausgegangen werden kann.