SPD Hoppegarten/ Neuenhagen

Wer hat Angst vor einer Ganztagsschule?

Es ist schon ein Vorgang, der nicht unkommentiert bleiben darf, wie zzt. in der Gemeinde Neuenhagen die Debatte um die seltene Chance eines Neubaus einer Ganztagsschule geführt wird.
Zum Verständnis: Bei der Fortschreibung der Kitakonzeption 2008 beschließt der K+S-Ausschuss den Ausbau mindestens einer Grundschule in Neuenhagen als Ganztagsschule. Dies schon damals sehr zum Missfallen der Verwaltung bzw. einzelner Mitarbeiter der Verwaltung. Der glückliche Umstand einer neuen Kommunalwahl und neuer unerfahrener GemeindervertreterInnen lässt die Hoffnung zu, dass der damalige Beschluss zur Ganztagsschule ignoriert werden kann.
Nun ist die Diskussion erneut entfacht, durch die Hartnäckigkeit von Elternvertretern der Schwanenteichschule. Sie wagen den Schritt als Bürger in einen Ausschuss der Gemeinde zu gehen und dort das Wort zu ergreifen. Nicht ohne Reglementierung.
Die Elternvertreter finden Unterstützung u.a. durch die SPD-Neuenhagen, die ihrerseits eine Veranstaltung durchführt, zu der alle, die an der konzeptionellen Entwicklung und am Bau einer neuen Grundschule relevant sind, eingeladen werden. Die Verwaltung sagt ihre Teilnahme ab, zwei von drei Grundschulleiterinnen negieren sie.
Ein Ergebnis dieser Veranstaltung mündet in der fraktionsübergreifenden Antragstellung nach einer Ganztagsschule in Neuenhagen. Die GVT beschließt die Rücküberweisung in die Ausschüsse. Dort sollen einmal über die öffentliche Informationsveranstaltung zur Ganztagsschule und über die Einrichtung eines zeitweiligen Ausschusses zur Begleitung der Errichtung einer Ganztagsschule abgestimmt werden.
Die Verwaltung führt hinter verschlossenen Türen mit den geladenen 3 Grundschulleiterinnen (Landesbedienstete) ein Gespräch über das aus ihrer Sicht unzweifelhafte bestehende Desinteresse von Eltern an einer Beschulung ihrer Kinder an einer Ganztagsschule. Die Verwaltung fordert die Abklärung des Interesses durch eine an jeder Schule separat durchzuführende Befragung der Elternschaft, mit dem Ziel, dann entweder keine oder nur eine eingedampfte Informationsveranstaltung durchführen zu können. Die Schulleiterinnen akzeptieren- die Hoffnung stirbt zuletzt.
Mit diesem fragwürdigen Konsens geht die Verwaltung dann in den K+S-Ausschuss und erreicht eine Abstimmung der Ausschussmitglieder gleich für die Einrichtung des Ausschusses mit, die zum Himmel schreit. 5 GVT stimmen gegen den Antrag, 2 enthalten sich, niemand stimmt dem immerhin von 3 Fraktionen gestellten Antrag mehr zu.
Muss eine Schulform, die allen Kindern gleichermaßen Chancengleichheit durch Bildungsangebote ermöglicht, die nicht vom Einkommen der Eltern abhängig sind, so bekämpft bzw. boykottiert werden? Wo bleibt das Recht auf Wahlfreiheit und Pluralität? Wann ist auch in Neuenhagen die Ära der Engstirnigkeit in der Diskussion um Schule und Hort als das Non plus Ultra oder Ganztagsschule mit einem Bildungsangebot an die Kinder bis in den Nachmittag, wie es in vielen anderen Ländern schon längst gang und gäbe ist, zu Ende?
Marianne Hitzges, 14.02.2012

Thomas Günther, bildungspolitischer Sprecher der SPD Landtagsfraktion im Gespräch mit Marianne Hitzges, SPD-OV-Vorsitzen
Veranstaltung Ganztagsschule für Neuenhagen

Am 12.11.2011 hatte die SPD-Neuenhagen zur Erweiterung des Themas „Ganztagsschule in Neuenhagen“ wie auch die MOZ bereits berichtete, in ihr Bürgerbüro eingeladen. Gefolgt waren der Einladung der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Günther, Elternvertreter der Schwanenteichgrundschule, eine Schulleiterin, sowie Gemeindevertreter/In und Bürgerinnen und Bürger.

Ganztagsschule für Neuenhagen

Die letzte sozialdemokratisch geführte Bundesregierung hat Milliardenbeträge zur Verfügung gestellt, den Aufbau von Ganztagsschulen in Deutschland voranzutreiben. Überall in der Republik sind solche entstanden. Nicht so in Neuenhagen. Zwar hat die SPD dies vor Jahren beantragt, im Kultur- und Sozialausschuss ist dies aber auf Rat von Schulleitern gescheitert. Dies ist nicht verwunderlich. Nun ist die Diskussion in der Gemeindevertretung neu aufgekommen. Endlich, wenn auch um Jahre zu spät. Was spricht dagegen, eine der drei Grundschulen zu einer Ganztagsschule auszubauen. Am Anwahlverhalten der Eltern würde man sofort erkennen, was sich diese wünschen. Horte sind kein Ersatz für die Ganztagsschule. Es geht um Bildung, nicht nur um Betreuung. Zur Diskussion um die Ganztagschule lädt die SPD-Neuenhagen zu einem politischen Frühstück am kommenden Samstag, 12.11.2011, um 10 Uhr ins SPD-Bürgerbüro in der Thälmannstraße 32 a ein.

Ganztagsschule in Neuenhagen

Die SPD Neuenhagen wird am 12.11.2011 um 10 Uhr im SPD-Bürgerbüro, Ernst-Thälmannstr. 32a in Neuenhagen ein politisches Frühstück zum Thema “Ganztagsschule in Neuenhagen” durchführen. Gute Bildung ist der Schlüssel zu späterer Existenzsicherung und auskömmlichem Leben. Voraussetzung ist die Chancengleichheit aller Schülerinnen und Schüler, kostenlose Bildung bis zum Ende des Erststudiums unabhängig vom Einkommen der Eltern. Ganztagsschule ist eine Garantie für Lernen nach individuellen Fähigkeiten und Neigungen, alters- und klassenübergreifend, Inklusion ermöglichend.
Als Experten werden für Eltern und Interessierte der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Thomas Günther und der Ganztagsschulleiter der ausgezeichneten Ehm-Welk-Oberschule Ganztagsschule Frank Bretsch aus Angermünde zur Verfügung stehen. Auch Elternvertreter/Innen der Ganztagsschule in Angermünde werden ihre Erfahrungen einbringen.
Die SPD-Neuenhagen wird vertreten sein durch den Gemeindevertreter Wilfried Düsterhöft und Vorstandsmitglieder.
Eingeladen sind aus Neuenhagen von der Gemeinde Neuenhagen der Fachbereichsleiter für Soziales, Herr Gunter Kirst sowie die Schulleiterinnen der örtlichen Grundschulen Frau Monika Lehmann, Frau Karen Hübner und Frau Ute Schönthal.
Erwartet werden auch engagierte Elternvertreter der Grundschule am Schwanenteich.
Marianne Hitzges, Ortsvereinsvorsitzende

Jede Schule soll Förderschule werden

Potsdam. Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Thomas Günther, hat in der heutigen Landtagsdebatte zur Bildungspolitik die Vorteile der inklusiven Bildung unterstrichen. Er sagte: "Es geht darum, dass alle Schüler die Chance bekommen, einen bundesweit anerkannten Schulabschluss zu machen. Wir wollen, dass unsere Brandenburger Schülerinnen und Schüler gemeinsam aufwachsen und gemeinsam lernen. Das stärkt unsere Schülerinnen und Schüler. Andere europäische Länder zeigen, wie erfolgreich der Weg ist." Der CDU hielt der SPD-Bildungsexperte entgegen: "Kein Wunder, dass Sie die enormen Vorteile inklusiver Bildung nicht einmal erwähnen. Denn Sie möchten separieren und ausschließen."