Kommunalpolitik
Nach einer kontroversen Diskussion beschloss die Gemeindevertretung am 13.10.16 einen Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, CDU und SPD die Fallada-Grundschule durch einen Neubau auf dem Reichelt-Dreieck an der Lindenstraße zu verlegen. Durch den Neubau würden ausreichend Schulplätze im Nordviertel von Neuenhagen geschaffen, so die Antragsteller. Außerdem würde so Raum geschaffen für die notwendige Erweiterung des Einstein-Gymnasiums durch den Kreis.
Mit großer Mehrheit hat die Gemeindevertretung am 13.10.16 den Antrag der Linken und der SPD abgelehnt, die KITA-Gebühren für das Vorschuljahr zu halbieren. In namentlicher Abstimmung stimmten alle Fraktionen, außer den Einreichern, gegen den Antrag. Auch die knapp 500 Unterschriften von Einwohnern aus Neuenhagen, die den Antrag unterstützten, konnten sie nicht zum Umdenken bewegen. Nun müssen Eltern von KITA-Kindern warten, bis es vom Land Brandenburg Entlastung geben wird. Dies wird aber noch einige Jahre dauern.
Seit einigen Jahren trocknet das Fredersdorfer Mühlenflies jeden Sommer aus. Dieses Jahr aber häuften sich die Alarmmeldungen auch aus den Nachbargemeinden. Eine kleine Auswahl:
Um uns selbst einen Eindruck zu verschaffen, unternahm die SPD-Fraktion mit Experten von der NABU eine Rundfahrt von der Quelle des Mühlenfließes bis zu der Stelle, wo es endgültig versickert ist. Vielleicht lag es an der ungünstigen Zeit – sonntags früh um 9.00 Uhr – dass nur insgesamt 5 Bürger teilnahmen und die Ursachen erörterten, warum kein Wasser mehr bei uns ankommt. Hier eine Kurzzusammenfassung der Besichtigung in 6 Stationen:
Die Jugendarbeit ist ein weites Feld…es beginnt schon mit der Betreuung der Kleinsten im Kindergarten, geht weiter über die Schule bis zur offenen Jugendarbeit. In allen Bereichen haben wir im Doppeldorf sehr engagierte hauptamtliche Menschen. Wir von der SPD sind der Meinung, dass es in einigen Bereichen an die Belastungsgrenzen Einzelner geht. Unsere Grundschule in Petershagen wird künftig durchgängig auf 4 Züge anwachsen. Dann werden in dieser Schule zwischen 600 und 700 Kinder lernen. Bisher war keine Vollzeitstelle für Schulsozialarbeit dort geplant und vorgesehen. Das wird sich ändern müssen, um den vielfältigen Aufgaben der Schulsozialarbeit an dieser großen Schule gerecht zu werden. Auch im berlinnahen Raum sehen wir das dringende Erfordernis einer durch den Landkreis geförderten Schulsozialarbeit. In den Gremien des Landkreises und der Gemeinde zu denen wir Zugang haben, werden wir die Forderung aufmachen.
Ronny Kelm
Die Gemeinde sucht bis Ende Oktober Interessenten, die den nördlichen Bahnhofsbereich gestalten wollen. Vorgaben der Gemeinde sind z.B., dass dort kleinteiliger Einzelhandel, Gastronomie, Kultur, Freizeitangebote und Geschossbauten mit seniorengerechten und sozialverträglichen Wohnungen entstehen sollten.
S. Eckert