Kommunalpolitik
Mit der Problematik zum Wasser beschäftigt sich Professor Dr. Sieker aus Hoppegarten seit Jahren. Für unsere Gemeinde Fredersdorf-Vogelsdorf erstellte er 2020 eine erste Starkregengefährdungskarte.
Ein Abschlussbericht liegt seit 2025 vor.
Starkregen und Wassermangel werden in den kommenden Jahren zunehmen. Ein Thema, das auch die SPD im Unterbezirk Märkisch Oderland schon länger beschäftigt.
Welche Auswirkungen werden wir zu tragen haben?
Nach Aussage von Professor Sieker beim Vortrag am 21.03.2026 während des Unterbezirksparteitages in Buckow werden wir mit erheblichen Kostensteigerungen beim Abwasser rechnen müssen.
Das Abwasser unseres Wasserverbandes Strausberg-Erkner wird zum Klärwerk Münchehofe gepumpt. Ursprünglich war es überdimensioniert. Heute ist durch Zuwachs in Berlin als auch im Gebiet des Verbandes die Kapazitätsgrenze erreicht.
Hohe Investitionen stehen bevor. Das könnte zur Verdoppelung oder noch größeren Preissteigerungen führen.
Warum also in Münchehofe investieren und das Abwasser über die Spree ins Meer entsorgen?
Am Beispiel Straussee machte Herr Sieker deutlich, welche Konsequenzen eine dezentrale Abwasserentsorgung hätte. Der Wasserspiegel des Straussees hat hauptsächlich durch die Klimaveränderungen erhöhte Verdunstung seit 2014 rund 150 cm abgenommen. Der Straussee verliert zur Zeit jährlich 200.000m³ Wasser. Die Stadt Strausberg erzeugt aber jährlich rund 1.000.000m³ Abwasser. Dieses gereinigte Abwasser würde den Straussee in Kürze füllen.
Natürlich kostet eine dezentrale Abwasserentsorgung wahrscheinlich genauso viel oder sogar mehr Geld. Diese Lösungen wären aber wesentlich nachhaltiger und langfristig billiger. Beispiele aus dem nahen Werneuchen, dem fernen Afrika oder USA beweisen die Machbarkeit.
Unser Unterbezirk wurde bereits aktiv. Auf dem Landesparteitag am 14. März in Potsdam forderte er in einem Beschlussantrag die Überarbeitung der wasserrechtlichen Vorschriften. Die Wasserabfuhr soll zu Gunsten ausgeglichenerer Wasserbilanzen reduziert werden.
Professor Dr. Sieker fordert eine öffentliche Debatte über die Wasserproblematik. Zur Zeit werden die Probleme noch unter dem Deckel gehalten.
Aber sie sickern langsam durch, werden sichtbar. Werden sie uns überschwemmen?
Lösungsvarianten müssen erarbeitet und entschieden werden. Für unseren Wasserverband WSE ist die Verbandsversammlung zuständig. Wir haben durch den Bürgermeister eine Stimme.
Bleiben wir auf dem Trockenen? Teurer wird es ohnehin!!!
Bernhard Sept
Am 15. Februar 2026 wurde unser bisheriger Bürgermeister Marco Rutter (Parteilos) im Doppeldorf im ersten Wahlgang bei der Bürgermeisterwahl mit 60% Zustimmung bei einer Wahlbeteiligung von 60,3 % wiedergewählt. Bei der letzten Bürgermeisterwahl in 2018 lag die Wahlbeteiligung noch bei 54,7 %. Wir als SPD haben uns im Vorfeld klar für keinen der drei Kandidaten ausgesprochen.
Der SPD Ortsverein Petershagen/Eggersdorf gratuliert unserem alten und neuen Bürgermeister Marco Rutter zur Wiederwahl und wünscht ihm "immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel" für die kommenden vielen politischen und vor allem finanziellen Herausforderungen, die in den nächsten Jahren kommen werden...
bitte lesen Sie weiter...
Wer von uns kennt es nicht, das Einzelhandelszentrum in der Lessingstraße, unweit unseres S-Bahnhofs in Petershagen. Viele nutzen das gute Angebot des Vollsortimenters, des Discounters, der Post und anderen Anbietern. Dass die Ein- und Ausfahrtssituation nicht überzeugt und man sich zu stark frequentierten Zeiten regelmäßig über Staus ärgert, soll hier nicht Thema sein.
Ein anderes Ärgernis beschäftigt seit einiger Zeit die Gemeindevertretung: hinter dem Vollsortimenter sollte nicht nur eine Fläche zur Versickerung von Regenwasser, sondern insbesondere eine naturnahe Streuobstwiese mit landschaftsprägendem Charakter als Ausgleich der versiegelten Fläche entstehen. Die Vorgabe wurde jedoch nicht umgesetzt: die Baufirma schob zum Ärger der Anwohner illegal Abraumboden - leider nicht sortenrein und z.T. mit Müll versetzt - zu einem künstlichen Hügel zusammen. Dieser versperrt die freie Sichtachse aus den angrenzenden Wohngebieten, weist tiefe Gräben auf, lässt Wasser nur unzureichend versickern und macht die Anlage einer Streuobstwiese derzeit unmöglich... (bitte lesen Sie weiter!)
In der letzten Gemeindevertretersitzung wurde der Finanzhaushalt für 2026 verabschiedet. Vorausgegangen waren intensive Diskussionen zwischen den Gemeindevertretern, dem Bürgermeister und der Verwaltung: Die Haushaltspositionen bei Erträgen, Aufwendungen, den Rücklagen sowie bei den Fördermaßnahmen wurden von der Verwaltung fortlaufend bearbeitet und auf einen aktuellen Stand gebracht, welcher dann als Entscheidungsgrundlage eingereicht wurde. So sollen u.a. in den kommenden Jahren zahlreiche Projekte umgesetzt werden – kulturelle und sportliche Angebote für Sie. Diese Maßnahmen unterstützen wir ausdrücklich, damit unsere Gemeinde für alle Einwohner attraktiv bleibt.
Wir als SPD-Vertreter werden aber darauf achten, dass der Gemeindehaushalt mittelfristig nicht in eine Schieflage gerät... (bitte lesen Sie weiter)