Kommunalpolitik
Verabschiedung von Bürgermeister Jürgen Henze
Nun ist es so weit! Nach 16 Jahren Amtszeit als Bürgermeister in Neuenhagen, ist nun der Tag in den wohlverdienten Ruhestand einzutreten, schon wieder Vergangenheit.
Im Max-Thormann-Saal des Rathauses Neuenhagen fanden sich Vertreter aus Kommunal-, Kreis- und Landespolitik zur feierlichen Verabschiedung von Bürgermeister Jürgen Henze ein. Unter ihnen Minister Jörg Vogelsänger und Landrat Gernot Schmidt und der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Andre' Böttner aus Neuenhagen. Alle auf ihre Art würdigten die gute Zusammenarbeit und das erlebte Engagement. „Einer allein ist nichts – wir haben das gemeinsam geschafft!“ so der Dank von Jürgen Henze an die Gemeindevertretung, die Verwaltung und Partner überhaupt.
2017 beschloss die Gemeindevertretung, weitere Grundschulplätze durch den Umbau der alten Oberschule zur Grundschule zu schaffen. Nachfolgend wird es als „Konzept 2017“ bezeichnet. Voraussetzung war, dass die Gemeinde dann für den Landkreis eine neue Oberschule baut. Mittlerweile mehren sich Zweifel an diesem Konzept: zu langwierig und zu teuer.
Die derzeitigen Kapazitäten für Grundschule und Hort reichen nach dem von der Gemeindevertretung beschlossenen Wachstumsszenario nur in den Schuljahren von 2020 bis 2031 nicht aus. Ab 2035 werden dann sogar dauerhaft weniger Schüler als heute bei uns eingeschult, nämlich nur noch 4 erste Klassen.
Beim „Konzept 2017“ steht dann die alte Oberschule leer. Gleichwohl kostet sie die Gemeinde jährlich mehrere hunderttausend Euro an Betriebskosten und Instandsetzung / Abschreibung.
Das Alternativkonzept will demgegenüber Leerstandund Kosten vermeiden und kann schneller umgesetzt werden.
Es besteht aus drei z.T. neuen Ansätzen:
Auf Antrag der SPD-Fraktion hat die Gemeindevertretung Neuenhagen beschlossen, alle älteren Einwohner Neuenhagens vor dem kriminellen Enkeltrick durch ein Schreiben des Bürgermeisters zu warnen. Für diejenigen, die das Schreiben aus Altersgründen nicht erhalten haben, dokumentieren wir es im folgenden.
Ein Straßenausbauprogramm muss endlich her, ist die übereinstimmende Meinung im Ortsentwicklungsausschuss. Der Zustand zahlreicher Straßen und Gehwege ist einfach nur schlecht. Das betrifft uneingeschränkt alle Ortslagen.
Wie kann das Problem kurz-, mittel- und langfristig bei den Hörnern gepackt werden? Das hat sich der Ortsentwicklungsausschuss zu seiner Aufgabe gemacht.
Bereits in den Jahren 2010 und 2011 gab es dazu erste Ansätze. Ein auf Antrag der SPD-Fraktion gefasster Beschluss der Gemeindevertretung zur Erarbeitung einer Rangliste für den Ausbau gemeindlicher Straßen und Gehwege blieb in seiner Umsetzung leider stecken.
Ist es Ihnen beim vergangenen Neujahrsempfang der Gemeinde Rüdersdorf im Hennickendorfer MultiKulti aufgefallen? Die Vertreter der Industrie fehlten. Und wissen Sie was? Im letzten Jahr auch schon. Das ist natürlich kein Zufall. Seit es Rüdersdorf gibt, war es immer ein Geben und Nehmen zwischen Ort und Wirtschaft. Zu DDR-Zeiten hatten unsere Orte viel zu ertragen – viel Dreck, viel Verkehr, Verlust des Kalkberger Zentrums. Und immer gab es seit Beginn des Bergbaus auch „Schmerzensgeld“, sei es der Bergbauleiter Emil von der Decken, der in den 1880er Jahren erste Renaturierungs- und Parkprojekte anschob, sei es das Kulturhaus, das die Zementwerke dem Ort als Klubhaus „geschenkt“ haben. Das ist heute natürlich etwas anders, aber natürlich ist die Industrie und Wirtschaft immer noch eng verbunden ist mit dem Leben im Ort.