SPD Hoppegarten/ Neuenhagen

Busverbindung von Neuenhagen bei Berlin nach Erkner

Direkte Busverbindung von Neuenhagen nach Erkner

Der nächste Schritt ist getan. Wie die Märkische Oderzeitung in seiner Ausgabe vom 23.06.2021 berichtete, ist im Kreistag Oder-Spree der Rahmen für den neuen Verkehrswegeplan 2021-2025 für den Landkreis Oder-Spree verabschiedet worden.

Als neue Hauptverbindungsrelation ist die Strecke S Erkner Bf/ZOB <> Woltersdorf <> Schöneiche <> S Neuenhagen Inhalt des neuen Verkehrswegeplanes, mit dem Potenzial für eine PlusBus-Linie (HVR+). Es ist eine Mindestbedienung von 12 Fahrten je Richtung von Montag - Freitag, 8 Fahrten je Richtung am Samstag und 6 Fahrten am Sonntag vorgesehen. Das bedeutet für die Hauptverkehrszeit ein Stunden- und für die Nebenverkehrszeiten einen Zweistundentakt von 5:00 Uhr bis 21:00 Uhr. Der vom Genossen Stephen Molks ins Spiel gebrachte Lumpensammler hat es leider nicht in den Verkehrswegeplan geschafft. So müssen sich die Partypendler leider immer noch ein Taxi rufen, um für den Nachhauseweg über die B1 eingesammelt zu werden.

Warum schreiben wir das hier auf, wo doch die Märkische Oderzeitung schon davon berichtet? Weil wir uns von hieraus für die Initiative von Schöneiches Bürgermeister und SPD-Mitglied Ralph Steinbrück und SPD-Landtagsabgeordneter Jörg-Vogelsänger bedanken wollen, die den Ball ins Rollen brachten bzw. ihn immer im Spiel hielten. So konnten wir mir der Fraktion der Linken in Neuenhagen, quasi im Doppelpass, den Ball in Form eines mehrheitlich beschlossenen Antrages für die beschriebene Direkte Busverbindung einnetzen.

Nun sind abschließende Abstimmungen mit dem Landkreis Märkisch-Oderland zu führen, da Neuenhagen nicht zum Landkreis Oder-Spree, für den ja der beschriebene Verkehrswegeplan beschlossene wurde, gehört. Hier ist auch unser Antrag hilfreich, in dem unser Neuenhagener Bürgermeister beauftragt wird, sich für diese Linie beim Landkreis Oder-Spree dafür einzusetzen.

Nico Schulz, Neuenhagen

25.06.2021

Erfreuliches für RadfahrerInnen

Fahrradachse durch Neuenhagen beschlossen.

Mehrheitlich hat die Gemeindevertretung Neuenhagen sich für eine Fahrradachse vom Neubaugebiet am Gruscheweg bis zur Neuenhagener Mitte am S-Bahnhof ausgesprochen. Die Debatte darüber ging über mehrere Jahre.

Ein breites Bündnis aus CDU, Linke, Grüne und SPD setzte sich in einer Kampfabstimmung gegen den Bürgermeister und die Fraktion der Parteilosen durch.

Was bedeutet die Fahrradachse? Diese war in zwei Verkehrsgutachten vorgeschlagen worden, um das neue Wohngebiet für Radfahrer und Fußgänger attraktiv ans Ortszentrum anzubinden und Autoverkehr zu reduzieren. Der Durchgangsverkehr von der Rüdesheimer Straße zum Neubaugebiet bleibt wie bisher für den Autoverkehr gesperrt. Die Rüdesheimer Straße und die Annenstraße bis zur Ernst-Thälmann-Straße sollen Fahrradstraßen werden. An dem Knoten zur Hauptstraße soll es eine für Radfahrer bequeme Querungshilfe geben. Der barrierefreie Ausbau der Ernst-Thälmann-Straße wurde schon vor Jahren beschlossen.

Oder gleich mit dem Auto in die Stadt?

Parkplätze für Pendler in Hoppegarten

Der ADAC hat Pendlerparkplätze an S-Bahnhöfen untersucht. Der in Hoppegarten wurde als gut bewertet. Einziges Problem; er ist zu klein.

Die Verwaltung in Hoppegarten ist anderer Meinung und hält die Zahl der Parkplätze für ausreichend. Dies ist erstaunlich. War noch nie jemand von der Verwaltung an einem normalen Werktag dort. Dann hätte er gesehen, dass ab spätestens 8 Uhr keine Plätze mehr frei sind.

Das Problem ist nicht neu. Noch als Herr Arends Bürgermeister von Hoppegarten war, gab es eine Unterschriftensammlung der SPD, in der Pendler mehr Parkplätze gefordert haben. Passiert ist nichts.

Dabei ist genug Platz vorhanden. Neben dem zu kleinen Parkplatz liegt das riesige KWO Gelände. Während des Brandenburgtages war darauf ein großer provisorischer Parkplatz. Auch während der Bauarbeiten am S-Bahnhof gab es einen solchen, allerdings nur für die Baufahrzeuge.

Nun hat Hoppegarten das Gelände gekauft. Bis es bebaut wird, werden sicherlich noch einige Jahre vergehen. Was hindert eigentlich die Hoppegartener Verwaltung, einige Meter Zaun zu entfernen und dort einen provisorischen Parkplatz zu errichten, bis es eine Dauerlösung gibt? Die Pendler würden es ihnen danken.

Es geht nicht um die Förderung des Autoverkehrs. Aber fehlende Parkplätze für Pendler führen nur dazu, dass genervte Fahrer gleich mit dem Auto nach Berlin fahren.

 

Wir danken Jürgen Hitzges für diese Meinungsäußerung

25.05.2021

Verkehr ist mehr als Autofahren

Überall wird über die Notwendigkeit einer Verkehrswende als ein Teil der Maßnahmen zum Klimaschutz gesprochen. Nicht in Neuenhagen, zumindest bekam man den Eindruck, wenn man die Sondersitzung des Ortsentwicklungsausschusses zum Thema Verkehr verfolgte.

Dort ging es nur um neue Straßen, auch durch den Grünstreifen am Gruscheweg und durch ein Naturschutzgebiet. Verkehrsvermeidung, ÖPNV, Fußgänger und Radverkehr kamen nicht vor.

Die Anwohner des Neubaugebiets Gruscheweg fühlen sich abgeschnitten, so lautet ein Vorwurf. Nun was ist am Gruscheweg außer an Wohnungen noch an Infrastruktur geplant? Es wird ein Einkaufszentrum mit einem Discounter und einem Vollsortimenter geben. Es wird ein Schul- und Sportzentrum entstehen mit einer Grundschule, einer KITA, einem Hort, einem Sportplatz und einer Sporthalle. In den mehrstöckigen Häusern ist auch stilles Gewerbe geplant. Alles dies ist fußläufig erreichbar und vermeidet Verkehr mit dem Auto.

 

Und wieder einmal zum Gruscheweg in Neuenhagen

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht - Ein Beitrag von Jürgen Hitzges aus Neuenhagen

Die LINKE hat einen Antrag in die Gemeindevertretung Neuenhagen eingebracht zum Verkehr zwischen dem Gruscheweg und dem Zentrum. Hiermit wollten sie die
Blockade des Bürgermeisters aufbrechen, der an einer Verkehrslösung nicht interessiert ist, da sie die Chancen der Kläger im Normenkontrollverfahren gegen den
Bebauungsplan Gruscheweg schmälern würden. Schließlich sind der Bürgermeister und sein Bruder maßgeblich an diesem Verfahren gegen die Gemeinde beteiligt.
Der Vorschlag der Linken führt aber dazu, dass der Verkehr vom Gruscheweg zum Zentrum durch das Wohngebiet Fichtestraße und Jahnstraße führt. Dies ist
kontraproduktiv und spielt den Klägern eher in die Hände.
In der Vorberatung des Antrags im Bauausschuss gab es allerdings einige erstaunliche Bemerkungen. Insgesamt hatte man den Eindruck, dort findet ein erstes
Brainstorming über ein völlig neues Problem statt. Dabei läuft diese Debatte schon über Jahre.
Herr Kretschmer von den Grünen hatte keine Ideen zum Verkehr. Er sprach sich gegen Wohnungsbau aus, frei nach dem Motto „wozu Wohnungen bauen, ich habe
doch schon eine.“
Herr Obenauf von den Parteilosen hält das Gremium, dem er vorsteht, für überfordert und fordert Input von außen. Dem Mann kann geholfen werden. Er soll doch mal die
vier vorliegenden Verkehrsgutachten lesen und die Empfehlung der Verkehrsunfallkommission.
Frau Schulz, Fraktionsvorsitzende der Parteilosen sagte, man müsse alles in größerem Rahmen betrachten. Tatsächlich ist in den vorhandenen Gutachten das
Tesla Werk und die neue chinesische Seidenstraße nicht berücksichtigt. Frau Schulz bleibt dem Motto der Parteilosen treu, „global denken und vor Ort nichts tun“.
Der Bewertung von MOZ-Redakteur Spranger „Der große Wurf war es nicht“ kann man nur zustimmen.

Wir danken Jürgen Hitzges für diesen Beitrag.

Andrea Timm

16.02.2021